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Mittwoch - 11.7.2007 - Tag 1
Achenkirch - Zillertal - Gasthof Breitlahner
Bei starker Bewölkung kam die komplette Gruppe 1 mit Hilfe des Busses von Herbert am ehemaligen Grenzübergang Achenkirch an. Schon nach wenigen Minuten kam die Tochter von Manfred und Anneliese angefahren und teilte uns mit, dass diese von ihr nach Achenkirch gefahren wurden, da sie beim Auspacken feststellen mussten, dass ihnen eine Gegenmutter des Schnellspanners fehlte - und ohne diese fährt es sich nicht sonderlich gut. Natürlich machten bei uns sofort „hässliche Gerüchte" die Runde, da wolle sich jemand vor den Anstrengungen drücken.
Nachdem wir sowieso in zwei Gruppen getrennt fuhren, machte sich die Gruppe 1 unter meiner Führung alleine auf in Richtung Inntal. Ich nutzte parallel meinen neuen Edel-Tacho von Garmin mit GPS und die (Papier-)Karten. Wie geplant fuhren wir dann auf Teer auf dem Radweg direkt neben dem Achensee als uns die dicken Wolken den ersten Regen bescherten. Herbert war von einer Umrüstung auf eine Regenfahrt noch nicht recht überzeugt, zog sich klugerweise dann doch lieber mal an. Und prompt regnete es wirklich ordentlich.
Den geplanten Umweg bei Maurach über Jenbach fand ich problemlos und die Strecke erwies sich auch bei leichtem Regen als sehr angenehm fahrbar, wenn man auch die Natur nicht so genießen konnte wie bei schönem Wetter. Hinter Jenbach fuhren auf einem kleinen Teersträßchen nach Rotholz zum Zillertal. Dabei kamen die ersten großen Zweifel an meiner Routenführung auf, aber mein Garmin zeigte in beeindruckender Genauigkeit die korrekte Richtung an.
Am Anfang des Zillertals zogen wir unsere mittlerweile wieder trockene Regenkleidung wieder aus. Exakt als wir damit gerade fertig waren, fing es wieder das Tröpfeln an. Trieb da einer Schabernack mit uns? Alle drei waren wir etwas grummelig. Aber es half nichts: wir mussten wieder in die Regenkleidung rein.
Einen Radweg hatten wir auch schnell gefunden, aus unerfindlichen Gründen spuckte uns dieser aber nach wenigen Kilometern wieder auf die Bundesstrasse aus. Also fuhren wir dort ein Stückchen, um uns dann vor dem Verkehr auf die kleinen Sträßchen durch die Örtchen zu flüchten.
Nach einer Essenspause, als wir uns mal wieder vor einem Schauer unter eine Hütte flüchteten, ging es bei endlich besserem Wetter weiter Richtung Mayrhofen. Dort überraschte uns am Ortsausgang ein heftiger Regenguss, dem wir bei einer Tankstelle gerade noch entgingen. Nach 20 Minuten war dies ausgestanden und wir kurbelten unserem Unterkunftsort Ginzling entgegen. Dann kam die nächste Überraschung: die Schluchtstrecke war gesperrt. Herbert wollte sie trotzdem fahren, mir und Dieter erschien das Risiko, dass sie komplett unpassierbar war, zu hoch. Die Tunnelstrecke war dann aber eh für Radler gesperrt und machte auch keinen sonderlich vertrauenerweckenden Eindruck. Wir nahmen dann doch die wunderschöne Schluchtstrecke nach Ginzling.
In Ginzling trafen wir dann endlich auf Manfred und Anneliese, die uns längst vor sich vermuteten. Die beiden hatten den Dussel, dem Regen immer gerade noch entkommen zu sein. Tja - dafür haben wir unsere Regenkleidung auch nicht umsonst mitgeschleppt! Die Unterkunft in der Breitlahneralm kann im Übrigen nur empfohlen werden: sehr netter Wirt, gute und preisgünstige Unterkunft und gutes Essen.
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