| Team 2: Bericht zum Transalp 2007 |
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Tag 5: Sellajochhaus - Tiers48 km - 927 Hm - 4:44 Std reine Fahrzeit Ein weiteres Highlight stand an diesem Tag auf dem Programm. Der Friedrich-August Weg, der sich an den Südhängen des Langkofels und Plattkofels hinzog. Wurde dieser Weg in den einschlägigen Internetforen noch als überwiegend „fahrbar" bezeichnet, wurden wir schnell eines besseren belehrt. Der überwiegende Teil der Strecke konnte von uns nur schiebend bewältigt werden. Und vor allem die Frauen taten sich bei den schwierigen „Tragepassagen" mit den Rädern schwer. Nur der Ausblick auf die Landschaft entschädigte für die Mühen.
Friedrich August Weg (anklicken)
Nach erreichen der Plattkofelhütte wurde es dann einfacher. Der Trail hinüber zum Gasthaus „Dialer" (Seiser Alm-Haus) erwies sich als überwiegend fahrbar. Hier musste ich einen ersten Sturz vom Rad hinnehmen. Ohne es zu bemerken hatte sich eine Schraube an den Platten der Schuhe gelöst. So war es mir nicht mehr möglich, ohne extremstes Verdrehen des Fusses „auszuklicken". Was dann im Stehen zum Sturz führte. Friedrich August Weg mit Plattkofelhütte im Hintergrund (anklicken)
Ohne allzuviel an Höhe zu verlieren, wollten wir vom Haus Dialer hinüber zum Mahlknecht-Hütte fahren. Der Steig, den wir dazu in der Kompasskarte fanden, erwies sich als totaler Reinfall. Absolut unfahrbar im ersten Teil führte er über zig Stufen in einen Tobel, um dann auf der anderen Seite aus wieder hoch zu führen. Bedingt durch diese unzähligen Schiebepassagen des Vormittags erreichten wir erst um ca. 12:30 Uhr die Mahlknecht Hütte, wo wir uns ein ausgiebiges Mittagessen leisteten. Um zumindest bei der anschließenden Abfahrt nach Seis wieder ein bisschen Zeit reinzuholen fuhren wir nur ab Compatsch nur noch auf der Hauptstrasse und nicht mehr auf den „üblichen" MTB-Stecken in der Pampas. Auf der Schneid (anklicken)
Am Gashaus „Vigiler Hof" verliessen wir dann die Hauptstrasse wieder und versuchten, über den Weg Nr. 2 zum Völser Weiher zu gelangen. Ein wunderschöner Trail, der zum überwiegenden Teil auch fahrbar gewesen wäre, hätte den ein oder anderen die Kraft nicht schon langsam verlassen. Da die unzähligen Wurzelpassagen fast überwiegend bergauf zu bewältigen werden mussten, kostete uns das ständige Hochziehen des Vorderrades jede Menge an Kraft. Und als wir endlich am Völser Weiher angelangt waren, waren wir alle leicht „platt". Und hier bemerkte ich dann auch ein revolutionäres Gemurmel in der Mannschaft. Alle waren wir mit den Nerven nach diesen anstrengenden Passagen so ziemlich am Ende. Und die unerträgliche Hitze tat ein weiteres zu unseren Frust. Wären wir auf einem Schiff gewesen, so hätte der Kapitän, um eine Meuterei zu verhindern, sicherlich Rum ausgegeben. Abstieg zur Mahlknechthütte (anklicken)
Ab dem Völser Weiher gestaltete sich auch die Wegfindung als ziemlich schwierig. Zwar hatte ich eine Kopie einer Tabacco Karte dabei, dennoch fanden wir einen eingezeichneten Weg, der uns ohne viel Höhenverlust nach Prösels bringen sollte, nicht. Stattdessen mussten wir weiter ins Tal abfahren, um uns dann auf einem anderen Weg wieder hoch nach Prösels zu quälen. Und mittlerweile war es schon weit nach 16:00 Uhr. Wir entschlossen uns deshalb, den Aufstieg zum Karerpass auf den nächsten Tag zu verschieben und suchten uns in Völs ein Quartier für die Nacht. Ein kurzer Anruf bei Ralf brachte uns dann die Erkenntnis, dass die 3 anderen der Gruppe 1 auch erst rund 2 km vor uns in St. Zyprian waren. Ralf wollte jedoch auf alle Fälle mit seiner Gruppe hoch zum Karerpass und dort übernachten.
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