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Buching - Kenzenhaus - Trauchberg
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Buching - Kenzenhaus - Trauchberg
Tourbericht vom 29.4.2007
 

 

Welchen Vorteil es hat, eine Karte lesen zu können!

(Hinweis: alle Bilder können durch anklicken vergrößert werden)

 


Mann oh Mann, einen „Opener" zum Beginn der Saison hab ich mir anders vorgestellt. Das war die anstrengendste Tour, die ich jemals zum Kenzenhaus hochgefahren bin. Dabei sah die Tour vom Top 50 - Profil her, absolut geeignet aus.

02_kurz_vor_buching Doch der Reihe nach. Da die Tour nur „eingeschoben" war und wir den Zielpunkt Kenzenhaus ja schon 14 Tage zuvor auf dem Terminplan hatten, war das gemeldete Teilnehmerfeld sehr überschaubar. Lediglich Anneliese und Karlhans waren am Start dabei.

Zum Einfahren auf der Ebene hatte ich bewusst Halblech und nicht Buching gewählt. Dass da am Anfang ab Buching die ersten 2 Km sehr steil sind, das wusste ich. Und so kam der lange Anstieg bei den letzten Häusern von Buching für uns alle nicht unerwartet. Sehr schnell zog sich das Fahrerfeld auseinander. Mittlerweile hat auch Anneliese eine super Kondition am Berg und so musste ich mich am Ende des kleinen Fahrerfeldes abquälen. Wobei diese Redeweise übertrieben wäre, da ich da noch absolut fit war und mir die z. T. 18% Rampen nicht viel ausmachten.

 

Auffahrt zum Buchberg Nach den bewussten 2 km sollten dann jedoch die Schwierigkeiten geschafft sein und alles flacher werden. Dem war auch so, aber eben nur zum Teil. Flachstücke wechselten sich im ständigen Rhythmus mit steilsten Rampen ab, die zum Teil weit über 20% Steigung hatten. Gott sei Dank wurden diese Steilstücke nach 20...30 Hm wieder flacher, aber auf dem schottrigen Weg kosteten sie eine Menge Kraft. Irgendwann dann war der Zwirnkopf erreicht und nach kurzer Pause fuhren wir auf guter Piste abwärts bis zum Lettenfleck. Hier berührten wir die Original Busauffahrt zum Kenzenhaus bis auf wenige Meter, wir konnten auf der gegenüberliegenden Talseite den Bus bereits sehen. Aber meine Routenplanung sah nicht diese überlaufene Auffahrt vor, sondern eine Alternativstrecke durchs Lobental.

 

 

Weg ins Lobental Und zumindest dieser Streckenabschnitt war super zum fahren. Langsam ansteigenden, nie über 10% Steigung, führte die Strecke entlang des Baches, bis wir nach ein paar Kilometern bei der kleinen Kapelle doch wieder auf der Originalauffahrt landeten. Und hier kamen dann wieder die uns bereits von früheren Fahrten bekannten Steilstücke zum Kenzenhaus. Aber, trotz der vielen bereits zuvor gefahrenen Steilrampen kam jeder fahrend an der Hütte an.

Nach kurzer Rast kamen schöne 200 Hm Abfahrt hinab in Richtung Halblech, bis wir am Katzenberg rechts in Richtung Krottensteinhaus abbogen. Die jetzt folgende Route war als Alternative zu der üblichen Route, die wir ja in den Jahren zuvor bei der Trauchbergumrundung schon zig-mal in umgekehrter Richtung gefahren waren, gedacht.

Doch was erwartete uns beim Abzweig?

 

13_blick_ins_voralpengebiet Richtig, wieder eine dieser schon bekannten 17% Steilrampen führte uns 700m lang an die Grenzen der Kondition. Aber auch dieses Hindernis überwanden wir noch souverän, und eigentlich waren wir bei der folgenden Abfahrt noch guter Dinge, bis dann ein Ereignis einsetzte, welches uns die letzte Kraft aus den Knochen sog.

Beim Abzweig an einer T-Einmündung begann eine weitere Rampe, die im oberen Teil bereits deutlich über die 20% Marke ging. Nach halber Strecke stieg ich dann als erster vom Rad. Meine Kraft reichte einfach nicht mehr aus, um bei glühender Sonne die Pedale weiter durchzutreten. Erst im oberen Teil, als es langsam wieder flacher wurde, stieg ich wieder auf und fuhr zu den Anderen hoch, die oben warteten. Nach kurzem, gemeinsamen Fluchen über diesen Streckenabschnitt fuhren wir wieder ins Tal abwärts, solange, bis der Weg abrupt in einem Talkessel endete. Eingeschlossen von Bergen um uns herum waren wir in einer Sackgasse gelandet. 

Wir hatten uns schlichtweg verfahren!

 

Ein Vergleich der Landschaft mit der Karte ließ mich sehr schnell erkennen, was passiert war. Die zuvor erwähnte T-Einmündung, an der wir rechts das Steilstück hochgefahren waren, war auf der Karte nicht als T-Einmündung eingezeichnet. Da war nur rechts ein Seitenweg eingezeichnet. Die eigentliche T-Einmündung, die wir hätten richtigerweise fahren sollen, kam rund 500 m nach unserem Abzweig.

verfahrer Wir waren einfach einen Weg zu früh abgebogen. Wir hatten exakt 150 Hm bei über 20% Steigung umsonst gefahren / geschoben.

Jetzt stellten sich, zumindest bei mir, leichte Demotivationsgefühle ein. Wir fuhren also zurück an den falschen Abzweig, fuhren in die andere Richtung und erreichten tatsächlich nach 500 m die richte T-Einmündung.

Und ab hier waren wir auch wieder auf unseren Originalweg der früheren Jahre. Kurz danach erreichten wir das Krottensteinhaus. Hier überlegten wir dann nur kurz. Zumindest ich war nach diesen ewigen Steilrampen so ziemlich am Ende. Und die summierte Höhenmessung ergab auch bereits rund 1200 Hm. Also beschlossen wir kurzerhand, die eigentlich geplante Trauchbergauffahrt auszulassen und in Tal abzufahren.

 

Fazit der Tour:

Trotz des Weglassens des letzten Teiles der Tour war ich sehr zufrieden. Ich hatte bei meiner ersten Tour in diesem Jahr runde 1200 Hm „aus dem Stand" geschafft. Und mit diesen endlosen Steilrampen waren es 1200 extrem schwierige Höhenmeter. Daneben war ich maßlos begeistert von Annelieses Kondition. Die fährt mittlerweile am Berg deutlich besser als ich.

So schnell können sich die Zeiten ändern ...   J