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Karwendel - Soiernrunde

 

 

Dieser Tourvorschlag ist als Variante zur Moser Tour „Von Krün um die Soierngruppe" zu verstehen. Ich bin die Original Moserrunde im Jahre 2002 gefahren. Was mich schon damals gestört hat ist der brutale Anstieg von Krün zur Fereinsalm hoch. In Teilen bis zu 18% Steigung, und unzählige Passagen mit 14% sind hier zu bewältigen. Diese Runde ist nur etwas für ausgesprochene Konditionsbolzer. Viel schöner finde ich deshalb die hier beschriebene Variante.

 

Stationen

Mittenwald - Scharnitz - Karwendeltal - Hochalmsattel - kleiner Ahornboden - Hinterriß - Soiernweg - Niederbachlalm - Fischbachalm - Krün - Mittenwald

Streckenlänge: ca. 75 km bei  ca. 1700 Hm

 
karte
Kartengrundlage / Geobasisdaten: © Bayerische bvv_home_bvvlogo_klein Vermessungsverwaltung (www.geodaten.bayern.de )

 

 Streckenbeschreibung

letzter_aufstieg_vor_karwendelhaus Wir starten in Mittenwald am kleinen Wander-Parkplatz in der Nähe der Talstation der Karwendelbahn  (siehe Karte). (Achtung: Das früher übliche Parken am Sportzentrum Riedboden ist mittlerweile nur noch für Gäste des Tenniszentrums erlaubt). Der Weg führt zunächst nur minimal ansteigend durch den lichten Wald des Riedbodens bis Scharnitz. In Höhe der früheren Grenzstation mündet der Weg wieder auf die Bundesstrasse.

  Wir fahren durch Scharnitz hindurch. Kurz vor der Isarbrücke biegen wir links in einen steilen schmalen Weg, der uns über die Eisenbahnschienen führt. Nach ca. 500 m, wieder kurz vor einer Isarbrücke, biegen wir wiederum links ab und fahren weitere 450 m, bis links ein steiler Schotterweg ins Karwendeltal führt. Hat man diesen Abzweig gefunden, ist die weitere Orientierung sehr einfach. Es geht endlos lang ins Karwendeltal hinein, meist nur mäßig ansteigend, hin und wieder durch kurze, steilere Rampen unterbrochen, bis nach ca. 12 km der Hauptanstieg zum Hochalmsattel anfängt. Im Schnitt mit 10%, an manchen Stellen ein wenig steiler, erreichen wir nach 6 km den Sattel in 1803 m Höhe.

d6125_040808_karwendelhaus Wer möchte kann hier eine Rast im Karwendelhaus einlegen. Danach führt ein ruppiger Weg hinab zum kleinen Ahornboden. Ich erinnere mich noch gut an frühere Jahre, als dieser Weg ein z.T. schön zu fahrender Singletrail war. Irgendwann in 2004 (oder 2005) wurde der Weg verbreitert und begradigt. Heute könnte ein Jeep bis zum Sattel hochfahren. Und auch die Schlüsselstelle kurz vor erreichen des kleinen Ahornbodens (das Kiesbett mit dem losen Geröll) existiert nicht mehr.  Schade!

Ab dem Ahornboden wurde der Weg auch früher schon zum breiten, gut zu fahrenden Schotterweg, der uns schnell hinab ins Risstal führt. Nachdem wir die Riss überquert haben führt eine asphaltierte Strasse hinab nach Hinterriß und weiter bergab Richtung Vorderriß. Kurz nachdem wir die Oswaldhütte passiert haben, verlassen wir den Hauptweg und biegen links ab und erreichen nach einigen trickreichen Passagen den Soiernweg.

Ab hier begann für mich im Jahre 2002 die absolute Einsamkeit. Auf dem folgenden Wegstück bis hinauf zur Fischbachalm habe ich damals keinen einzigen Menschen getroffen. Erst ab besagter Alm waren wieder einige Wanderer unterwegs. Ab der Alm geht es dann nur noch bergab bis Krün. Hier haben wir die Wahl der Qual. Wer noch genug Kraft in den Beinen hat kann den Schotterweg links der Bundesstrasse nehmen und zurück nach Mittenwald fahren. Dieser Weg bringt noch mal zusätzliche 100...150 hm mehr in die müden Knochen. Aternativ dazu besteht die Möglichkeit, auf dem (rechten) Radweg direkt entlang an der Bundesstrasse zu fahren. Hier ist nur noch die rein rechnerische Höhendifferenz zwischen Krün und Mittenwald zu bewältigen.


Schwierigkeiten


Die Tour ist nur für konditionsstarke Fahrer geeignet. Mit rund 75 km Länge und 1700 Hm würde Moser sie wohl als „sehr schwer" bezeichnen. Trotzdem ist die hier beschriebene Variante deutlich einfacher als die Orginal Mosertour.

Schwierigkeiten wird die Wegfindung nach dem Abzweig hinter der Oswaldhütte bereiten. Ich habe deshalb einen kurzen Kartenausschnitt hier eingefügt.

 schlsselstelle

Karte anklicken 

Besondere Vorsicht ist auf dem Soiernweg geboten. Auf halbem Weg zwischen Niederbachel Alm und der Fischbachalm kommen mehrere Murenabgänge. Hier ist der Weg für die Wanderer nur durch schmale Trittstufen „realisiert". Bei Nässe droht hier absolute Abrutschgefahr und ein Absturz in die Tiefe. Außerdem ist hier absolute Schwindelfreiheit erforderlich.

 

Anreise

Auf der Bundesstraße B2  (Garmisch - Mittenwald)  die 2. Ausfahrt nach Mittenwald nehmen. Die Strasse führt dann eine Zeitlang parallel zur B2 weiter. Nach ca. 500 m ist auf der linken Seite ein kleiner Wanderparkplatz (siehe Karte). Hier treffen wir uns. 

   startplatz 

Gesamtkarte  und Startplatz (anklicken) 

 

Start der Tour:  9:00 Uhr