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Die klassische Karwendelrunde
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Die klassische Karwendelrunde
Tourbericht von 2007
Tourbericht von 2004

 

Tourbericht zur Karwendeltour vom 8.8.2004

03 - anstieg an der 1. rampeUnd wieder ist (vermutlich durch wohlmeinende Alpenraum Erschliesser) an einer absoluten Spitzenroute im Karwendel ein  Highlight zerstört worden. Gemeint ist hier der wohlbekannte Trail, der vom Hochalmsattel hinunterzog zum kleinen Ahornboden. War er früher im oberen Teil durch Regenverwaschungen recht ruppig und unfreundlich zum Biker, wurde er doch danach recht schnell zu einem äußerst angenehm zu fahrenden Trail. Und was ist heute daraus gemacht worden:  ein breiter, durchaus mit einem Jeep zu befahrende Forstweg. Und erhielt man früher noch kurz vor dem kleinen Ahornboden einen kräftigen Adrenalinschock (da, wo der Weg in einem bachbettartigen Geröllabschnitt ausläuft), kann man heute das Bike auf einer gut befestigten Piste in voller Pulle auf der Wiese ausrollen lassen.

Naja, früher war eben alles besser. Das Bier war noch braun und die Mädels fesch...

10 - pause vor anstieg zum karwendelhausPropopos Mädels. Auf der Karwendeltour hatten wir ja diesmal 2 Frauen dabei (Petra 1 und Petra 2). Karoline hatte zwar zugesagt, aber als ich sie um 10 min nach Startzeit anrief hörte ich nur eine tiefverschlafene Stimme am Telefon, die sich entschuldigend „abmeldete“. Und auch Joachim, der ja noch kurz zuvor im Forum geschrieben hatte, das er kommen wollte, war nirgends zu sehen. Asche über sein Haupt.

So fuhren wir dann eben nur zu 5 (Pankraz, Ralf, Petra 1+2 und ich) vom Parkplatz am Riedboden los. Das Wetter meinte es zu diesem Zeitpunkt noch gut mit uns. Angenehme Kühle und eine leichte Bewölkung waren beim Einrollen optimal. An der ersten Auffahrtsrampe bei Scharnitz konnten wir alle die doch recht eigenartige Tretarbeit von Ralf bewundern. Er muss das Fahrradfahren wohl bei Singer oder Pfaff gelernt haben. Sein Tretrhythmus erinnert jedenfalls stark an eine Nähmaschine. Aber konditionell war der Bursche topfit und hat uns alle in den Sack gesteckt.

d6125_040808_karwendelhausDer lange Schlussanstieg hinauf zu Hochalm ging verhältnismässig gut. Auch die Frauen konnten hier sehr gut mithalten und erweckten in mir die Hoffnung, dass der „Notplan“ für den Rückweg, die Umfahrung des Soiern-Massives übers Isartal nach Wallgau nicht zum Einsatz zu kommen bräuchte. Die Abfahrt hinab nach Hinterriss verlief ohne Probleme. (Mit der Anfangs gemachten Anmerkung zu dem verschwundenen Trail).

 Der Rückweg von Hinterriss hinauf zur Vordersbachau zeigte dann aber für einige doch schon die konditionellen Grenzen auf. Vor allem die beiden Frauen klagten jetzt über schmerzende Oberschenkel. Und auch ich selbst habe mich auf diesem Teil der  Route schon bedeutend besser gefühlt. So machten wir (Petra 1+2 und ich) dann bei jedem km im Anstieg eine kurze Trink- und Verschnaufpause. Ralf und Pankraz düsten hier natürlich, wie bei jedem Anstieg zuvor, ab und davon. An der Bachüberquerung beim Bärnbach erwischte uns dann auch noch das längst fällige Gewitter. Mitten im Bach stehend, mit den Fahrrädern unter den Armen eingeklemmt, erhielten wir von oben eine Dusche, die es in sich hatte. Innerhalb von Sekunden waren wir bis auf die Haut durchnässt. Und auch der danach hastig gesuchte Notunterstand im Fichtendickicht war bei weitem nicht so wasserdicht, wie wir uns das gewünscht hätten. Um nicht auszukühlen beschlossen wir dann nach 5 Minuten, trotz Regen weiterzufahren.

d6129_040808_sattel_am_karwendelhaus Der Anstieg hoch zur Fereinsalm erwies sich dann für die Frauen als nicht mehr fahrbar. Nach der Rechtskurve, nach der die Steilstücke losgehen, war Schieben angesagt. Und ich bin ganz ehrlich, auch ich habe mir überlegt, ob es bei diesen Witterungseinflüssen nicht besser wäre, abzusteigen. Aber irgendwie hab ich mich doch (tretend) hoch gequält. Und kaum waren die Steilstücke überwunden, war auch der Regen wieder weg und die Sonne schien wieder. Die Abfahrt ins Tal verlief dann problemlos.

Fazit für mich: die Entscheidung von mir, die beiden Frauen mit auf die Tour einzuladen war im Nachhinein absolut richtig. Bis auf den letzten Anstieg haben sie alle Schwierigkeiten problemlos bewältigt. Und, ich gebe es auch offen zu, für mich hatte das den Vorteil, das ich mich von Ralf und Pankraz nicht den Berg hoch hetzen lassen musste.