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Die klassische Karwendelrunde
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Die klassische Karwendelrunde
Tourbericht von 2007
Tourbericht von 2004

 

Tourbericht vom 24.6.2007

(alle Fotos können durch anklicken vergrößert werden) 


Das Schicksal nahm bereits 5 Min. nach dem Start in Mittenwald seinen Lauf. Ab dem Zeitpunkt nämlich, als ich zum ersten Mal auf die Karte schauen wollte. Die lag nämlich immer noch daheim auf unserer Bartheke. Dabei hatte ich 10 min vor Abfahrt in Großaitingen noch die Karten gefaltet und in die Kartenhülle getan.

02_kleiner_ahornboden   Sei es drum, kurzentschlossen disponierten wir um. Aus der Karwendel - Soiernrunde wurde kuzerhand die „klassische Karwendelrunde".  Den Wegverlauf dieser Tour kenne ich mittlerweile im Schlaf. Da brauche ich keine Karten mehr. Den Einstieg in die Soiernrunde  zu finden war mir ohne Kartenmaterial jedoch zu riskant. Ich hatte zwar noch in Erinnerung, wo man von der Teerstrasse links über den Rissbach abzweigen muss. Aber danach den Trail zu finden, der durch das eigentlich abgesperrte Gelände der Wehranlagen führt mit der anschliessenden Wegfindung zum Soiernweg wollte ich ohne Karte nicht riskieren. Also entschieden wir uns kurzerhand, den Rückweg von Vorderriß aus durch die Vordersbachau zurück zu fahren.

 Wir, das waren diesmal nur Anneliese und ich. Alle übrigen waren wohl auf dem am gleichen Tag stattfindenden Landkreislauf, bzw. Herbert war in Österreich, wie er mir kurz zuvor in einem Telefonat mitgeteilt hatte. Die Fahrt durchs Karwendeltal war wie immer landschaftlich überwältigend. Und dass, obwohl wir das Tal schon von unzähligen Besuchen her kannten. Lediglich die Vielzahl der MTBiker störte die Ruhe etwas.  Mittlerweile zählt die Karwendelrunde beim besten Willen nicht mehr zu den Geheimtipps.  Die Auffahrt hoch zum Sattel verlief ohne größere Anstrengungen. Erwähnenswert vielleicht die Tatsache, dass auch mein neues Rad nicht von allein den Berg hochfährt sondern gehörig in die Pedale getreten werden muss.

03_kleiner_ahornboden  Nach kurzer Rast auf dem Hochalm-Sattel fuhren wir dann ab. Und hier zeigte sich dann doch das neue Rad von seiner besten Seite. Durch die breiteren Reifen und das mehr an Federweg büßte die Holperstrecke im oberen Teil einen Großteil ihres Schreckens ein. Fuhr ich beim letzten Mal noch um jeden größeren Stein „herum", konnte ich mit dem neuen Rad in „Falllinie" auf dem Weg runterholpern. Lediglich die neuen Bremsscheiben mussten noch richtig eingefahren werden, was wiederum zur Folge hatte, dass wir alle paar Km stehen blieben.

 Unsicher wurden wir erst wieder am Ausgang des Johannes-Tales. Der schmale Weg, der kurz nach dem letzten Überqueren des Baches links durch die Schlucht ins Tal führt,  war mit einem dicken Verbotsschild gesperrt.  Also fuhren wir rechts den breiten Forstweg bergauf. Ohne Karten hatte ich keine Ahnung, wo wir im Risstal landen würden. Aber die Sorge war unbegründet. Wir trafen den Originalweg an der Rissbach-Brücke wieder. Allerdings hatte uns die Umleitung rund 80 Hm und zusätzliche 2 km Fahrstrecke eingehandelt.

04_brunnen_am_kleinen_ahornboden  Für mich wurde es dann am ersten Anstieg des Rückweges in der Vorderbachau hart. Bei 30 Grad Sonne ging es über mehr als 3 km im Schnitt mit 13...14 % Steigung bergan.  Verbissen kämpfte ich mich hoch, während Anneliese locker vom Hocker im deutlichen Abstand vor mir den Berg hochzog.

 Angenehm enttäuscht wurden wir dann bei der Bachüberquerung. Wo wir noch in den Jahren zuvor die Schuhe ausziehen mussten und die Räder über den Bach trugen, war heuer nur noch ein mickriges Rinnsal, über das auch noch eine breite Holzbrücke gebaut worden war.

 

 

 

Brücke am Bärnbach Und irgendwie meisterten wir dann auch noch den letzten Anstieg zur Vereinsalm. Lediglich die 100 m an der Stelle, wo die Steigung in Richtung 18% geht, schoben wir kurz hoch. Doch bereits nach der folgenden Linksserpentine konnten wir wieder aufsteigen und die letzten Höhenmeter zur Alm hochkurbeln. Ein großes Stück Kuchen und ein Radler bildeten den Abschluss des letzten Anstieges. Unspektakulär verlief danach die letzte Abfahrt hinab nach Mittenwald und zurück zum Auto.

 

Fazit:

 Vernachlässigt  man mal die Tatsache, dass ich das komplette Kartenmaterial zu Hause vergessen hatte, durften wir beide eine wunderschöne Tour erleben. Mit 1800 Hm war dies heuer auch die längste und anstrengendste Tour, die wir als Training vor dem Transalp gefahren sind. Und eigentlich ist mir jetzt vor dem Transalp nicht mehr Bange.