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| Rund um Wertach |
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Tourbericht (geschrieben von Ralf)
Nun kam die Abfahrt auf Teer nach Jungholz dran. Ich hielt
zwischenzeitlich an, um die Landschaft zu fotografieren. Deshalb ließ ich die
anderen passieren. Dabei standen die Ersten auch nur zwei Kehren weiter unten.
Als ich dort ankam erfuhr ich, dass unser vom Pech verfolgte Tourguide Manfred
gleich vier aus dem Felgenband ausgerissene Speichen am Hinterrad hatte. Manfred beschloss sein Rad Richtung Gundhütte zu schieben und sich bis Pfronten durchzuschlagen und dort einzukehren und auf uns zu warten. Natürlich hielten sich hässliche Gerüchte, Manfred habe sich nur vor der Tour drücken wollen, seine Speichen manipuliert und sich so einen geruhsamen Nachmittag im Biergarten gesichert. Wie die Jungfrau zum Kinde führte ich nun meine Schäfchen erst nach Habsbichl und dann an der B310 Richtung des Örtchens Bichel. Angenehmerweise verlief gleich neben der Bundesstrasse ein Weg, den ich dann ansteuerte. Dabei hätte es mich dann um ein Haar bei Tempo 30 vom Rad gefegt. Beim Spurwechsel übersah ich einen gespannten Draht zwischen den Pflöcken und konnte mich nur durch eine Notbremsung retten.
Oberhalb der Alpe machten wir dann eine Mittagsrast. Petra war enttäuscht, wäre gerne eingekehrt. Die Weiterfahrt auf dem Weg wäre kein Problem gewesen, wenn, ja wenn da nicht der liegengebliebene Schnee gewesen wäre. So durften wir immer wieder durch Schnee stapfen, zum Glück nur kurze Stücke. Am Joch erwartete uns dann ein herrlicher Ausblick runter nach Jungholz und auch keinerlei starken Wind.
Nach einem weiteren kleinen Schneebrett begann ein Trail, welcher aber bis auf eine Stufe auch von mittelmäßigen Fahrern fahrbar war. Dann folgte eine Teerstrasse der übelsten Art. Sie war komplett mit feinem Kies „bestreut". Angesichts der gut 20% Gefälle war dieser Weg wirklich gefährlich zu fahren. Petra büßte ihren Mut ein Stück zu fahren dann aber mit einer Bremsung mit ihrem Allerwertesten. Es blieb aber im Rahmen einer kleineren Blessur.
Der Weg runter war, laut Siggi, früher eine einzige Katastrophe. In der Realität war der Weg deutlich besser. Er wurde wohl erst kürzlich renoviert und stellte keinen von uns vor Probleme. Im Rehbachtal führte uns der Weg nach Osten. Nun erwartete uns wieder eine traumhafte Landschaft. In der Nähe der Alpe Scheidbach machten wir nochmals Pause, die Mädels fuhren nun direkt nach Pfronten weiter, wir Jungs mussten uns mal wieder beweisen, echte Männer zu sein. Zuerst stieg der Forstweg gemächlich an, wurde dann aber später ziemlich steil. Die gut 20% Steigung waren wieder auf einem mit Kies bestreuten Teerweg zu bewältigen. Einzig ich kam diesen Teil radelnd hoch. Als es wieder gemächlicher ging hielten wir uns immer nach den Schildern Edelsberg. Herbert machte mich aber dann darauf aufmerksam, dass wir eigentlich die Teerstrasse zur Stubentalalpe hochfuhren und auch den Forstweg direkt nach oben wechseln sollten, wenn wir uns an die Route halten wollten. Dies bewältigten wir dann auf einem kleinen Pfad zur Gundhütte. Sehr einfach war dann der Forstweg nach oben zu finden. Dieser führte mit 10-13% bergauf und war ein echter Krafträuber. Immerhin hatten wir nun schon 1500 Hm in den Beinen.
Herbert warnte uns schon vor, dass uns nach der Fichtelhütte ein übler Weg bergab erwartete. Das wäre er auch gewesen, wäre nicht auch noch viel Schnee dort zu finden. So fuhren wir also nicht, sondern schoben. Aber das war auch nur ein kleines Stück. Dann ging es endlich nach dem Plateau wieder bergab Richtung Kappel. Die Forstwege waren gut ausgebaut und der Weg zurück nach Kappel einfach zu finden.
Fazit: Für die Jahreszeit waren wir alle sehr fit - kein Vergleich mit
dem letzten Jahr und seinem Katastrophenwinter. Die Tour kann wirklich nur
empfohlen werden. Traumhafte Landschaft und tausend Möglichkeiten im Ernstfall
die Tour abzukürzen oder Hilfe zu suchen. Ein Lob für unseren Tourguide Manfred
zur Auswahl dieser wunderschönen Tour.
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