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| Grainau - Engadin - Riva (harte Tour) |
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Etappe 6: Ponte Legno - Madonna di Campiglio24.7.2006
Val di Sole
So langsam nähern wir uns unserem Ziel. Der Alpenhauptkamm wurde überwunden, die Ortschaften haben alle bereits italienische Namen und das Tal, das wir heute befahren wollen, trägt den schönen italienischen Namen Val di Sole. Aus den Erzählungen der letzjährigen Teilnehmer weiß ich, das vor allem der Radweg am wildromantischen Lauf der Noce ein Genuß ist.Und unser Etappenziel wird heute der weltbekannte Wintersportort Madonna di Campiglio sein.
StationenPonte Legno (1258 m) - Pezzo (1565 m) - Case di Viso (1763 m) - Rifugio Montozzo Bozzi (2478 m) - Montozzoscharte (2613 m) - Lago di Pian Palu (2293 m) - Fucine (982 m) - Dimaro (766 m) - Malga Mondrifa (1632 m) - Madonna di Campiglio (1522 m) Ca. 66 km bei ca. 2322 Hm
Tag 5 beginnt für die Gruppe 1 mit deutlich mehr Anstrengungen. Die wesentlich beschwerlichere Variante über die Montozzo Scharte steht auf dem Programm. Auf der Hauptstrasse geht es wieder ein kurzes Stück auf der gestrigen Abfahrtsroute zurück nach Pezzo. Hier zweigt dann eine (später immer steiler werdende) Schotterstrasse ab, die über Casa di Viso hoch zur Montozzoscharte in 2613 m Höhe führt. Ab hier führt ein technisch anspruchsvoller aber auch schöner Trail bis auf rund 1800 m abwärts zum Lago di Pian Palu.
Ab hier geht's dann auf breiteren Pisten hinab ins Tal, wo dann auch
Gruppe 1 das Tal des Flusses Noce erreicht und in Fucine auf die Route
von Gruppe 1 trifft. Ab hier sind dann die Wegstücke beider Gruppen
identisch.
Trail hoch zur Montozzo Scharte (anklicken)
Tourbericht von HerbertNach einem aufregenden Aufenthalt im Hotel und bei der späteren Abrechnung, Wirtin wollte die konsumierten Getränke mehrmals verrechnen, auch versuchte sie ein Mehrbettzimmer als Einzelzimmer abzurechnen. Die Nebelschwaden lichteten sich aber zusehends und so langsam wurde die Gruppe, nach einem kleinen Radservice, startklar. Der Start lief dann allerdings sehr holprig an.Auf der Fahrt von Precasaglio nach Pezzo, bei der Kreuzung zum Passo di Gavia kam uns schon wieder unser später genanntes Findelkind ( hört auf den Namen Kai ) entgegen, dachten uns nichts weiter. Der Nächste der zurück musste war Dieter um seinen Helm. Nach Kai ( Wasserflaschen vergessen ) kam auch Dieter mit seinem Helm zurück und ab diesem Zeit- punkt waren wir eine Vierergruppe, mit Kai, bis zum Ziel in Riva del Garda. Für die nächste Aufregung sorgte noch Barbara, sie vergaß eines ihrer Designertricots im Hotelzimmer. Die Zurückfahrt von der Bozzihütte war ihr dann aber doch zu beschwerlich.
Blick zum Lago di Pian Palu (anklicken)
Die Auffahrt Pezzo zum letzten Parkplatz im Hochtal auf ca. 1900 Hm war recht gut fahrbar. Weiter zum Rifugio Bozzi auf 2478 Hm, wunderschönes Panorama, der Weg war weitgehend zu Fahren aber sehr anspruchsvoll und kräfteraubend. Die Qualitäten von Kai blitzten hier schon öfters auf, Artistik + Kraft + Ausdauer. Nach einer kurzen Pause ging es weiter zur Forcellina die Montozzo auf 2613 Hm, äusserst steil zum Schieben. Oben angekommen, wurde erst einmal umgerüstet für die Abfahrt, es lag eine super Abfahrt mit einem Höhenunterschied von 1900 Hm über Trails, Forst- und Asphaltstrassen und auf Radwegen bis nach Dimaro im Val di Sole vor uns. Barbara brauchte für den Umrüstvorgang wie immer ein wenig länger, Rotwild braucht für den Vorgang (Sattel verstellen) ein entsprechendes Werkzeug, wohl unter dem Motto: Wer schraubt der gewinnt. Dann gings los, Kai voraus, wir alle hinterher, die ersten km gingen recht flott, danach kamen sehr schwierige Stellen über die sich einige von uns mit Schieben und Tragen hinweghalfen. Einkehr war dann im Rifugio an der "Urquelle Pejo" angesagt, mit kleiner Mahlzeit bei Polenta mit Pilzen und Cola. Die Weiterfahrt nach Dimaro wurde dann teilweise zur rasanten Fahrt auf Asphalt, auch ein Genuss. Nach einer Kaffeepause und Wassertanken gings weiter hinauf nach Madonna di Campiglio, ein ewiger Schlauch im Wald bis zum Rifugi Graffer auf 1652 Hm. In Madonna di Campiglio dann die Weiterfahrt mit der wartenden Gruppe 2 bis zum Hotel Europa. Quartier problemlos, reichlich und gut zum Essen, aber kein Weissbier und auch mit anderen Bieren sehr eingeschränkt. Das Hotel war allerdings eines der besseren Quartiere. Fazit zum Tage: Gewalttour mit 1500 Hm hinauf, 1900 Hm hinunter und dann nocheinmal 800 Hm hinauf von Dimaro nach Madonna di Campiglio.
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