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Grainau - Engadin - Riva (harte Tour)
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Grainau - Engadin - Riva (harte Tour)
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Etappe 6
Etappe 7
Riva
Fotos der Tour

 

 

Etappe 3: Bodenalpe - S-charl / Taufers

21.7.2006

 

 

Über den Fimberpass

 

Heute geht es für beide Gruppen ans Limit. Die Überquerung des Alpenhauptkammes steht auf dem Programm. Und heute wird auch die Gruppe 2 einen Teil des Weges nur schiebend / tragend und fluchend zurücklegen. Beide Gruppen starten gemeinsam von der Bodenalpe aus talaufwärts zum Fimberpass, der rund 800 Hm höher liegt. Den Fimberpass kennen ja zumindest Ralf und ich schon von der 2004er Samnaun-Tour mit Barbara und Benni. Damals hatten wir Regen und wir mussten vom Zeblasjoch aus kommend mehr oder weniger 3 Stunden schieben. Ich hoffe zumindest, dass das Wetter uns diesmal besser gesonnen ist.
 
 

Stationen 

Bodenalpe (1840 Hm)- Heidelberger Hütte (2264 Hm) - Fimberpass (2608 Hm) - Alp Chöglias (2054 Hm) - Vna (1602 Hm) - Ramosch (1281 Hm) - Sur En (1121 Hm)- Uina Dadaint (1772 Hm) - Uina-Schlucht - italienische Grenze (2299 Hm) - Sesvena Hütte (2258 Hm) - Schlining (1738 Hm) - Schleis (1064 Hm) - Latsch (987 Hm) - Taufers (1240 Hm)

Streckenlänge: ca. 60 km bei ca. 2423 Hm

Fotos vom Tag 3  

 
 

map_tag_3© BEV 2007, EB 2007/02276bev_logo 

(Karte (anklicken)

 

 
Der Weg von der Bodenalpe zur Heidelberger Hütte ist noch fahrbar. Ab der Heidelberger Hütte ist jedoch schieben angesagt. Ich kann mich auch erinnern, dass immer wieder kurze, sehr steile Rampen kamen, an denen das Rad kurz getragen werden musste. Und auch nach Überschreiten des Fimberpasses konnte damals nur Benni als alter Downhiller sofort aufs Rad steigen und runter brettern. Ralf, Barbara und auch ich mussten im oberen Teil auch bei der Abfahrt noch häufiger schieben. Dann allerdings kommt eine einmalig schöne Abfahrt hinab ins Tal, bis in Sur En der Inn überquert wird. Hier trennen sich auch die Wege der beiden Gruppe.
Von der Variante, bereits in Zuort nach rechts Richtung Kurhaus Sinestra auszuweichen, nehmen wir Abstand. Ich habe schon in einigen Reiseberichten gelesen, dass dieser Wegabschnitt schwierig und z.T. überhaupt nicht zu befahren ist. Verblockte Wegabschnitte und Wurzeldurchsetzte Passagen sind nur schiebend und tragend zu überwinden.
 
 
 19_-_wegsuche
  Barbara bei der richtigen Wegfindung bei der Abfahrt vom Fimberpass (anklicken)

 

Herbert wird mit Gruppe 1 von Sur En aus direkt den Weg ins Tal der Uina fahren, um dann im oberen Teil die Uina-Schlucht zu durchqueren. Vor allem dieser Anstieg hoch zur Schlucht wird noch mal ganz schön Kraft kosten. Bereits kurz hinter Sur En kommen talaufwärts immer wieder steile Anstiegsrampen.

Und irgendwann nach Passieren des letzten Gasthofes Uina Dadaint geht’s nur noch schiebend hoch zum Eingang der Schlucht. Der Anblick der Schlucht und auch das Durchqueren der Schlucht stellt dann aber auch ein einmaliges Ereignis dar.

Nach diesem Tourhighlight führt der Weg als wunderschöner Singletrail langsam ansteigend zur italienischen Grenze. Schon bald ist auf der italienischen Seite dann die Sesvena Hütte erreicht. Danach kommt die lange Abfahrt hinab ins Schlininger Tal. Allerdings sollte man kurz hinter Schlining nicht den Abzweig nach Schleis verpassen, der recht unscheinbar rechts abzweigt. In Schleis führt dann ein weiterer schöner Waldtrail an der Westseite des Dorfbaches entlang nach Laatsch. Ab hier geht es auf Asphalt weiter bis Taufers, dem Etappenziel der Gruppe 1. Übernachtet wird wieder im Gasthof Lamm, das uns ja schon auf der Samnaun-Runde (2004) sowie auf der Engadiner Bike Marathon Tour (2005) als Quartier gedient hat.

 

Schwierigkeiten:

Strecke zum Fimberpass bis Heidelberger Hütte fahrbar. Danach zum Pass Schiebestrecke (350 Hm). Abfahrt ab Pass zunächst techn. sehr schwierig. Immer wieder kurze Schiebestrecken im oberen Teil. Ab Alpe Chöglias guter Forstweg.

Ab Sur En z. T. sehr steile Rampen hoch zur Uinaschlucht. Kurz vor der Schlucht -> Schiebestrecke. Die komplette Schlucht muss geschoben werden. Nach passieren der Schlucht noch ein paar hundert Meter schieben, danach schöner, fahrbarer Singletrail. In der Abfahrt kurz nach Passieren der Sesvena Hütte aufgrund der Steilheit ein kurzes Schiebestück (ca. 500 m).

Achtung: diesmal übernachten die beiden Gruppen an unterschiedlichen Zielorten

 

Tourbericht von Herbert

 

Nach geruhsamer Nacht auf der Bodenalpe, einem ausgiebigen Frühstück und ein paar Stullen Brot für unterwegs ging die Fahrt weiter im gemütlichem Tempo, mit neuer Besetzung, Richtung Heidelberger Hütte. Dort machten sich gerade einige Radler starklar für den Aufstieg zum Fimberpass. Die Gruppe war aus Regensburg, bestand aus einer Frau und zwei Männern. Die junge Dame bestieg den Fimberpass mit Badeschlappen wegen extremer Blasen an den Füssen. Recht flott unterwegs, wie sich herausstellte, war sie Triathletin, eine nette Gruppe.

  14_-_trail_zum_fimberpass

  Trail zum Fimberpass (anklicken)

 

 

Den Aufstieg bewältigten wir dann doch ohne grössere Mühe. Oben angekommen, bereiteten sich schon viele Radler auf die Abfahrt nach Vna vor. Die Abfahrt trieb der/dem einen/anderen doch einige zusätzliche Schweissperlen ins Gesicht, mit einigen Schiebepassagen kam dann doch jeder gut ins Ziel.

Heisse Abfahrt bis Sur En, besonders von Vna nach Ramosch. Der Aufstieg zur Uina Schlucht ist teilweise sehr steil, mühsam weil schon müde, aber schön. Dann ein letztes Auftanken auf der Alpe Uina Dadaint mit Cola und Müsliriegel und der Durchstieg in einer guten Stunde von der Hütte bis zum Schluchtausgang.Die Schlucht ist traumhaft, sehenswert, gewaltig und schön,aber nur für Schwindelfreie. Den Ausstieg aus der Schlucht begleitete schon ein Gewittergrollen aus der Ferne, dann die ersten Regentropfen.

 

24_-_uinaschlucht

In der Uinaschlucht (anklicken) 

 

Auf der Fahrt zum Drehkreuz (Grenze Schweiz/It.) ein harmloser Abstieg von Barbara, die Ursache war eine verlorene Schraube an der Klickvorrichtung am linken Schuh. Dadurch blieb ihr nur mehr ein Absitzen auf die linke AB an einem Felsen übrig, die Verfärbung dieser hielt sie lange geheim.

Ab jetzt war Regenkleidung angesagt, das Gewitter kam näher, der Regen wurde heftiger. Wir beschlossen, nichts wie hinunter ins Tal. Die Abfahrt von der Sesvenahütte war schon sehr glitschig  und natürlich sehr steil. Das Donnergrollen kam näher, der Regen wurde heftiger und dann auch noch ein Verbremser von Barbara an einer kritischen Stelle mit vorstehender Wasserspule, der folgende Sturz sah dann nicht mehr so harmlos aus. Jetzt floss Blut mit Regenwasser vermischt, war kein schöner Anblick!!! Doch jetzt blitzten Barbaras Steherqualitäten, forciert auch noch durch das Donnergrollen im Hintergrund, erstmals so richtig auf, da die Knochen scheinbar heil waren, biss sie die Zähne zusammen und fuhr tapfer bis nach Laatch. Die Zimmersuche in Laatsch war erfolglos, weiterfahrt nach Taufers auf der Bundesstrasse bei strömenden Regen, auch dort im Hotel und Gasthöfen keine Zimmer. Hatten aber Glück bei einer privaten Vermieterin, leider ohne dem versprochenen Wasserbett für Barbara. Dafür aber einen super Service durch die Besitzerin mit Spülgang für unsere Klamotten und einen Fahrservice zu und von einer sehr guten Pizzeria. Die Vermieterin betreute uns sehr rührig und kaufte für uns am Morgen auch noch die Brotzeit für die Weiterfahrt ein.