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Grainau - Engadin - Riva (harte Tour)
Beitragsinhalt
Grainau - Engadin - Riva (harte Tour)
Etappe 1
Etappe 2
Etappe 3
Etappe 4
Etappe 5
Etappe 6
Etappe 7
Riva
Fotos der Tour
 

 

 

Etappe 1: Grainau - Tobadill

19.7.2006
 
 

Stationen

Grainau (740 m) - Griesen (840 m) - Ehrwald (994 m) - Römerstrasse zum Fernpass (1216 m) - Abzweig ins Tegestal (875 m) - Schweinsteinjoch (1564 m) - Dirstentrittkreuz (1859 m) - Sinnesbrunn (1520 m) - Tarrenz (836 m) - Imst (827 m) - Landeck (817 m) - Tobadill (1138 m)

Streckenlänge: ca. 90 km bei ca. 2400 Hm

Fotos vom Tag 1  

 
 

 

map_tag_1© BEV 2007, EB 2007/02276bev_logo
  (Karte (anklicken)

 
 
 

Auf der Römerstrasse über den Fernpass

Der erste Tag beginnt für beide Gruppen mit einer gemütlichen, langen Einrollphase. Von Grainau aus geht es für beide Gruppen am Radweg entlang der Loisach nach Ehrwald. Der Weg steigt hier auf einer Strecke von rund 20 km nur um rund 200 Hm an. Als kleine Einlage gäbe es die Möglichkeit, kurz hinter dem ehemaligen Zollamt links durch ein Tunnel die Eisenbahn zu unterqueren und dann auf einen schönen Waldweg nach Ehrwald zu fahren. Dieser Trail ist in einer der Mosertouren (Band 5—Tour 33) beschrieben.

Gemeinsam führt der Weg auch noch hoch über den Fernpass. Auch dieser Anstieg via Römerstrasse birgt noch keine unüberwindbaren Schwierigkeiten. Ein Teil von uns kennt diesen Wegabschnitt ja bereits, wir sind die Römerstrasse über den Fernpass im Jahre 2004 bei einer der Tagestouren bereits gefahren. Ein bischen tricky ist es, am Ortsende von Ehrwald den Einstieg in die alte Römerstrasse zu finden. Ich habe in Erinnerung, das der Einstieg direkt nach Überfahren der letzten Brücke über einen Bach sehr steil links hoch ging. Ab hier zieht sich dieser wunderschön zu fahrende Schotterweg immer abseits der Bundesstrasse am Hang entlang. Kurze steile Rampen wechseln sich ab mit flacheren Stücke. Schwierig wird dann im weiteren Verlauf nur die Überquerung der Bundesstrasse aufgrund des Verkehrausfkommens. Bei der Abfahrt vom Fernpass teilen sich die Routen der beiden Gruppen.

Kurz vor Nassereith biegt die Gruppe 1 rechts ins Tegestal ein. Über einen (Gott sei`s gedankt) nicht all zu langen aber brutal steilen Anstieg geht es taleinwärts, bis am Dirstentrittkreuz der höchste Punkt erreicht ist. Der Weg bis dahin geht von einem gut zu befahrenden Schotterweg langsam in einen wunderschönen Wiesenweg über. Über Sinnesbrunn führt die Route weiter bergabwärts, bis dann in Tarrenz der Inn erreicht wird. Diese Route war schon vor Jahren einmal Teil der Transalp Challenge von Uli Stanciu und wird wahrscheinlich auch wieder im Jahre 2006 auf dem Tourplan des gleichen Veranstalters stehen

 

 05_-_ehrwald

  Team 1: Norbert, Pankraz und Barbara.  Herbert fehlt hier. (anklicken zum vergrößern)
 


Schwierigkeiten

Der Weg hoch durchs Tegestal ist mit bis zu 25% Steigung mit einem Transalprucksack eigentlich nicht mehr fahrbar. Auf einer Strecke von knapp 2 km muss hier geschoben werden. Ab dem Dirstentrittkreuz schöner Trail talabwärts

 

Tourbericht von Herbert 

Nachdem sich die Gruppe1 (Barbara, Pankraz, Norbert, Herbert) gefunden hatte und startklar war, ging es um ca. 8:00 Uhr Richtung Ehrwald los. Nach erreichen von Ehrwald erster Abgleich Roadbook mit HAC4. Weiterfahrt nach Biberwier, Suche nach Auffahrt zum alten Römerweg gestaltet sich durch Baustelle etwas schwierig, landeten danach wegen falscher km Vorgabe im Roadbook 200 Hm über dem Fernpass mit wunderschönem Ausblick zum Fernsteinsee, Fotoshooting war angesagt.

 

09_-_fernsteinsee

  Fotoshooting hinab zum Fernsteinsee (anklicken)

 

Zurück auf dem richtigen Weg ging es dann flott bergab, zuerst auf der Forststrasse und dann auf dem Fernpasstrail (Römerweg) mit lustiger Abfahrt ohne Abstieg bis zum Campingplatz. Wasserfassen war angesagt.

Weiter gings dann Richtung Tarrentonalm, danach eine kurze Rast vor dem Aufstieg ins Tegestal. Die Auffahrt ins Tal kristallisierte sich bald als Schiebestrecke heraus, mit Rucksack und voll in der Sonne (35-40 Grad), >16.....20% Steigung, das schaffen, ohne schieben, vielleicht die Profis. Doch es dauerte nicht lange, da tauchten schon die ersten Schilder "Mountainbike Schiebestrecke" auf, das beruhigte uns dann doch ein wenig.

 

16_-_roemerweg

Noch heute sichtbar: alte Wagenspuren der Römer bei der Abfahrt nach Nasserreith (anklicken)

 

Weiter ging es, für jeden von uns sicherlich nur mit Zähne zusammen beißen und ab und zu mit einer Trinkpause, bergauf. Die Abstände zwischen den Teilnehmern wurden unerklärlich grösser. Beim  nächsten Wartepunkt sah es dann nicht mehr so rosig aus, Pankraz schob bereits das Rad von Norbert, Norbert sah sehr geschwächt aus.

a17_-_rast_bei_auffahrt_im_tegestal_kopie

Erschöpfung macht sich breit (anklicken) 

 

Nach einer Trinkpause mit Magnesiumeinnahme ging es langsam weiter Richtung Dirstentrittkreuz. Norbert wurde zusehend schwächer, er konnte nur mehr ohne Rad und Rucksack langsam weiter. Nach einer langen Pause am Distentrittkreuz versuchten wir dann die Abfahrt nach Tarrenz, an der Abzweigung Reissenschuhjoch war dann aber an eine Weiterfahrt von Norbert nicht mehr zu denken. Es blieb nur mehr der Anruf bei der Bergrettung, doch diese hatte für die nächste Zeit keinen Hubschrauber zur Verfügung. Glück für uns alle ?

Im Nachhinein, ja.

 

20_-_auffahrt_zum_dirstentrittkreuz

 Trail hoch zum Dirstentrittkreuz. Pankraz trägt Norberts Rucksack (anklicken)

 

Norbert erholte sich zusehends, eine langsame Weiterfahrt ins Tal war nach einiger Zeit wieder möglich. In Tarrenz versuchten wir mit einem Taxi nach Tobadill zu kommen, doch 4 Biker mit Gepäck macht 2 Taxis mit entsprechenden Kosten. Barbara hatte aber schon eine Alternative in der Hosentasche, auf nach Imst zum Bahnhof, mit dem Zug nach Landeck und dann langsame Auffahrt nach Toberdill. Gesagt getan. Gratiszugfahrt nach Landeck und das gemeinsame Ziel "Toberdill" (1.- u. 2.Gruppe) mit etwas Verspätung erreicht.