| TransAlp 2008 - mal etwas anders |
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Tag 2 - Herbert vom Satan verfolgt - das erste HighlightKrimml - Tauernpass - Prettau
Von Krimml führt erst mal die Teerstrasse ein Stück bergan, kurz nach einem Minitunnel ist der Abzweig zum Krimmler Achental. Die Schotterpiste ist gut befestigt aber wieder mit 10-15% recht steil. Eine Diskussion gab's mit Herbert als unserer weiterer Weg mit einem eindeutigen Fahrradverbotsschild versperrt war. Ich plädierte für den ausgezeichneten Alpsweg welcher wohl auch weniger steil ist. Allerdings muss man zwischenzeitlich einen unbeleuchteten, 300m langen Tunnel durchqueren. Dies ist aber kein großes Hindernis. Ich kann die Route nur empfehlen. Kurz nach dem Tunnel beginnt das wunderschöne Krimmler Achental. Auf sanften Wellen führt die Piste hinter ins Tal, am Krimmler Tauernhaus vorbei und später ins Wildbachtal. Ab dem Abzweig zum Wildbachtal wird der Weg steiler (8-10%) und holpriger. Auch dieses Tal ist absolut traumhaft. An der Wildbachalm machten wir Pause. Herbert musste sich stärken. Der schwarze Hund der Alm fand den Geruch von Herbert's Würsten aber unwiderstehlich und war auch der festen Meinung, dass doch jeder Wanderer so einem netten Hund wie ihm was abgeben müsse. Auch bei mir schaute der Hund ab und zu vorbei, erkannte aber, dass mein Wasser für ihn weniger attraktiv war. Der Name des Hundes war Satan, was mussten wir lachen. Herbert wurde vom Satan verfolgt! Herbert fand dann aber die richtige Abwehrmethode: er verwandelte seine Trinkflasche in eine Wasserspritze. Nach der dritten ordentlichen Dusche trollte sich Satan endgültig. Nach der Wildbachalm ist der Trail bergauf praktisch komplett unfahrbar. Das bedeutet 800 Hm Schieben und Tragen. Teilweise geht der Weg nur mit 3-5% bergan. Man bleibt an jedem einzelnen Stein hängen und fängt sicher früher oder später das Fluchen an. Ein echter Drecksweg - noch dazu in einer blöden Steinwüste. Also, so schön das Krimmler Achental und das Wildbachtal sind, die Krimmler Tauern sind eine echte Plage. Man quert Schneefelder und muss sich wirklich schinden. Auch die recht geringe Steigung ist übel - man schindet sich trotzdem, gewinnt aber kaum Höhe. Wir waren noch nicht ganz oben, da hörten wir Gelächter von Wanderern, die sich über unser Plagen lustig machten. Oben angekommen gab's dafür eine sehr schöne Aussicht. Der obere Teil des Trails bergab ist definitiv nicht fahrbar. Steil und mit übel konstruierten Regenrinnen zum Reifen durchstanzen. Etwas weiter unten hingegen verwandelt sich der Trail zu einem echt geilen Weg. Die wenigen Wanderer störten kaum. Auch unsere nächste Unterkunft, der Weiherhof in Prettau ist empfehlenswert, aber nicht ganz billig. Auch dort gute Küche und sehr nette Wirtsleute.
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