Manfreds MTB-Page

Besucherzähler

Gesamte Klicks 
279426
Gesamte Besucher 
60779
Klicks diesen Monat 
426
Klicks diese Woche 
788
Klicks Heute 
94

Who's Online

Aktuell 37 Gäste online

RSS Feeds


Grainau - Engadin - Riva (leicht)
Beitragsinhalt
Grainau - Engadin - Riva (leicht)
2 in 1 Transalp
Etappe 1
Etappe 2
Etappe 3
Etappe 4
Etappe 5
Etappe 6
Etappe 7
Riva
Fotos der Tour
 

  

Etappe 7: Madonna di Campiglio - Riva

25.7.2006

 
 
 

Endspurt zum Ziel

 

Stationen

Madonna di Campiglio (1522 m) - Baita Val Brenta (1142 m) - Passo Bregn (1844 m) - Rif. Ghedina (1128 m) - Preore (30 m) - Zuclo (595 m) - Passo Duron (1000 m) - Cavrasto (712 m) - Passo Ballino (763 m) - Hotel am Tennosee (590 m) - Pranzo (458 m) - Riva (66 m)

Ca. 72 km bei ca. 1649 Hm

notwendiges Kartenmaterial:  Kompass Karte Nr. 73 (Brenta) und Kompass Karte Nr. 101 (Rovereto - Pasubiuo)

Fotos vom Tag 7 

 

 
karten_ikon
Hinweis: Die Karte dient nur dem groben Überblick 
 

 

Tourbericht

Was war das für ein Gegensatz zum Tag zuvor. Das Frühstück reichhaltig, Wurst und Käsebuffet, Fruchtsaft, Kaffee und Tee in beliebigen Mengen und äußerst freundliche Kellner. Auf unser Nachfragen hin wurde uns auch sofort gestattet, Semmel für die Fahrt unterwegs mitzunehmen. Und da heute außerdem der letzte Tag war, und manche den Gardasee schon riechen konnten, fuhren wir alle mit einem Hochgefühl durch Madonna in Richtung Bärenpass.

 

 05_-_lago_val_agola

Am Lago val d Agola (anklicken)

 

Mit Herbert hatten wir vereinbart, dass Talabwärts beide Gruppen gemeinsam fahren sollten und erst beim Beginn des Anstieges zum Bärenpass sich die Gruppen trennen sollten. Die Wegfindung durch Madonna war nicht schwierig, da Herbert diesen Teil ja vom letzten Jahr her kannte. Einen Trail, hinab zur Cascata, ließ er bewusst aus (da gab's wohl im letzten Jahr einen unsanften Sturz), wählte statt dessen eine besser geeignete Alternative und so kamen wir relativ rasch bis auf rund 1100 Hm. Hier begann der Anstieg zum Pass und hier trennten sich dann auch die beiden Gruppen. Da wir allerdings vom letzten Jahr her wussten, das die richtige Wegfindung oben am Bärenpass etwas schwierig war, entschloss ich mich, Norbert und Pankraz mit der Gruppe 1 mitzuschicken. Sie hatten die Aufgabe, oben am Pass auf uns zu warten und uns dann den richtigen Weg für die Abfahrt zu zeigen.

 

 04.7_-_trail_zum_brenpass

Ab hier beginnt der Trail zum Bärenpass (passo Bregn l Ors) (anklicken)

 

Die Auffahrt selbst, ein breiter, gut zu fahrender Forstweg, zog bis zu einem kleinen See im oberen Teil unspektakulär den Berg hoch. Ab besagtem See allerdings war Knochenarbeit angesagt. Steile, unfahrbare Trails wechselten sich mit noch steileren Almwiesen ab. Die letzten 300 Hm waren eine pure Schinderei. Auf halbem Weg kam uns dann Pankraz entgegen, nahm Petras Rucksack auf den Rücken und schob Annelieses Rad hoch. So hatten zumindest die Frauen eine gewisse Erleichterung. Kurze Zeit später kamen wir dann am Bärenpass an. Eine wunderschöne, sanft geneigte Almwiese mit meterhohem Gras und einen wunderschönen Ausblick auf die zurückliegenden Brentahänge erwartete uns. Nach kurzer Rast fuhren wir einen der vielen Trails (den 2. von links) weiter  in Richtung Malga Movlina. Ab hier wurde der Weg wieder breiter.

 16_-_baerenpass

 Am Bärenpass

 

Nach schneller Fahrt trafen wir dann wieder auf Herbert, Barbara und Dieter von der Gruppe 1. Sie saßen auf halbem Weg ins Tal im Albergo Brenta bei Pasta und Radler. Und so machten auch wir hier einen kurzen Halt. Die weitere Abfahrt führte uns sehr schnell ins Tal der Sarca hinab. Wir überquerten die Sarca bei Preore und nahmen den letzten größeren Pass des heutigen Tages und damit auch der gesamten Tour in Angriff, den Passo

Duron. Ab Sarca Überquerung waren hier noch mal rund 500 Hm auf asphaltierter Strasse zu bewältigen. Da uns die Nachmittagshitze wieder voll erwischt hatte, gingen wir wieder zu unserer „100 Hm Pausen-Strategie" über und erreichten so alle wohlbehalten die Passhöhe. Ab hier kam mir dann alles wieder bekannt vor. Den Duron hatte ich in den Jahren zuvor schon öfters mit dem Rennrad befahren, und so war die Weiterfahrt über Fiave zum Passo Ballino eigentlich nur noch ein Heimspiel.

(Dem potentiellen Nachfahrer sei gesagt, dass wir den Abzweig vor Fiave, der uns über einen Feldweg ohne Höhenverlust zum Ballino bringen sollte, nicht fanden. Trotz genauestem Studium des Roadbooks sind wir wohl am Weg vorbeigefahren)

Mit Gruppe 1 war schon zuvor vereinbart worden, dass wir uns in Riva alle im Eiskaffee Flora treffen wollten. Also nahmen wir bei der Abfahrt vom Passo Ballino ab dem Tennosee die rechte Strasse über Pranzo und rasten in euphorischer Fahrt dem Gardasee entgegen. Bei Erreichen des Floras kamen uns dann schon alle unsere Freunde entgegen. Herbert, Barbara und Dieter waren schon vor uns eingetroffen. Bei ihnen waren bereits unsere Freunde und Bekannten,  die an diesem Tag mit den Autos von Deutschland nach Riva gefahren waren, um mit uns die verbleibenden Tage in Riva zu verbringen.

tennosee

Am Tennosee (anklicken)

 

Der ein oder andere von uns mag bei dieser turbulenten Begrüßung wohl eine Träne in den Augen gehabt haben. Wir hatten es alle geschafft. Herbert und ich hatten unsere Gruppen wohlbehalten und vollzählig bis Riva geführt. Wir hatten beinah alles erlebt, was auf so einer Tour passieren kann. Stürze, Pannen, Regen und brutale Hitze, empfehlenswerte Hotels aber auch Räuberhöhlen. Und nun war jeder von uns glücklich über den erreichten Erfolg. Meine Strategie, in 2 unterschiedlich starken Gruppen unabhängig voneinander zu fahren, hatte sich voll bewährt. Und bereits noch während des Genusses des ersten Eisbechers im Flora wurde schon über die Routenführung der nächstjährigen Transalp diskutiert. Aber das ist wieder eine ganz neue Geschichte.....

 

 

 29_-_cafe_flora
  Begenung mit den Angehörigen im Cafe Flora