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Grainau - Engadin - Riva (leicht)
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Grainau - Engadin - Riva (leicht)
2 in 1 Transalp
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Etappe 5
Etappe 6
Etappe 7
Riva
Fotos der Tour
 

 

Etappe 6: Ponte Legno - Madonna di Campiglio

 24.7.2006

 


Val di Sole

 So langsam nähern wir uns unserem Ziel. Der Alpenhauptkamm wurde überwunden, die Ortschaften haben alle bereits italienische Namen und das Tal, das wir heute befahren wollen, trägt den schönen italienischen Namen Val di Sole. Aus den Erzählungen der letzjährigen Teilnehmer weiß ich, das vor allem der Radweg am wildromantischen Lauf der Noce ein Genuß ist.Und unser Etappenziel wird heute der weltbekannte Wintersportort Madonna di Campiglio sein.
 

Stationen 

Ponte Legno (1258 m) - Passo Tonale (1883 m) - Fucine (982 m) - Dimaro (766 m) - Malga Mondrifa (1632 m) - Madonna di Campiglio (1522 m)  

Ca. 55 km  bei ca. 1608 Hm

Fotos vom Tag 6  

 
benötigtes Kartenmaterial: Kompass Karte Nr. 072 (Stilfser Joch...)
 
  karten_ikon
Hinweis: Die Karte dient nur dem groben Überblick 
 

 

Tourbericht vom 24.7.2006

 

Das uns angebotene Frühstück am nächsten Tag schoss dann den Vogel ab. Wir bekamen keinerlei Wurst oder Käse. Jeder von uns bekam, abgezählt in einem Korb, eine Semmel. Und selbst heißes Wasser für Tee wurde rationiert. Es gab eine kleine Porzellankanne voll heißem Wasser für exakt 2 Tassen, die für 4 Personen reichen sollte. Nachfragen nach Semmeln und heißen Wasser führte nur bei dem Wasser zu einer 2. Kanne. Bei den Semmeln blieb die Bedienung hart. Erst als unter allen anwesenden Gästen bedrohliches Stimmengemurmel  einsetzte, bekamen wir einen 2. Korb mit Semmeln.  Auch kann nur jedem Nachfahrer empfehlen, diesen Gasthof zu meiden und weiter nach Ponte di Legno abzufahren und hier sein Glück zu versuchen.

Unzufrieden und zum Teil sicherlich auch hungrig gingen wir dann an die Weiterfahrt. Gruppe 1 fuhr wieder ein kurzes Stück zurück nach Pezzo, ich selbst fuhr mit Gruppe 2 weiter hinab nach Ponte die Legno und weiter nach Pontagna, wo wir auch bald das Geschäft des Fahrradmechanikers fanden. Mit einem neuen hinteren Laufrad ging dann die Fahrt zurück nach Ponte di Legno zum erst besten Supermarkt. Hier wurde dann das spartanische Frühstück von vor 2 Stunden ergänzt und aufgefrischt durch frische Semmeln, Käse und Salami. So gestärkt traten wir dann erst kurz vor Mittag den eigentlichen Anstieg zum Passo Tonale an. Alles in allem hatten wir durch die Laufradgeschichte und das notwendig gewordene 2. Frühstück am Supermarkt mehr als 2 Stunden verloren.

09_-_fahrt_nach_dimaro

 Abfahrt vom Passo Tonale (anklicken)

 

Der Passo Tonale ließ sich unschwer fahren. Höchstens 8% steil, breit und geteert, stellte er keine größeren Ansprüche an unsere Kondition. Lediglich bei der Abfahrt entschlossen wir uns, nicht den Schotterweg am Fluss entlang zu fahren, sondern, um die verlorene Zeit wieder z.T. einzuholen, auf der Teerstrasse weiterzufahren. Beim Schotterweg hatte ich noch die Aussage von Dieter und Herbert in Erinnerung,  die mir am Tag zuvor berichtet hatten, dass hier die Wegfindung z.T. recht schwierig und zeitaufwendig sei. Beide waren diesen teil des Weges ja schon beim letztjährigen Transalp gefahren. Die Abfahrt auf der Hauptstrasse ging dann auch sehr flott vonstatten und nach relativ kurzer Zeit erreichten wir  die Ortschaft Mestriago. Hier entschlossen wir uns zu einem Abkürzer, um Höhe zu sparen.

 

17_-_panorama_bei_madonna
Skigebiet bei Madonna di Campiglio
 

Wir fuhren nicht hinab nach Dimaro, was uns rund 100 Höhenmeter gekostet hätte, sondern zweigten hier rechts auf eine Nebenstrasse ab, die uns leicht ansteigend direkt auf die Verbindungsstrasse von Dimaro nach Madonna di Campiglio brachte. Die letzten paar Kilometer nach Madonna wurden dann auch noch ohne größere Probleme bewältigt. Telefonisch vereinbarten wir mit Barbara einen Treffpunkt der beiden Gruppen vor der Ortschaft, um dann gemeinsam ein Übernachtungsmöglichkeit zu suchen. Hierbei erfuhr ich auch, dass bei Gruppe 1 an diesem Tag alles ohne Probleme verlaufen war. Zu neunt (Gruppe 1 hatte ein Findelkind aufgenommen) fanden wir dann bereits am Ortsanfang von Madonna im Hotel Europa eine passende Unterkunft. Auch das Abendessen im Europa war gut und reichhaltig. Das Hotel machte einen sehr gepflegten Eindruck. Ganz im Gegensatz zu der Räuberhöhle am Tag zuvor.