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Etappe 5: Bormio - Ponte Legno23.7.2006
Überquerung des Gavia-Massivs
Die Nächtigung in Bormio hat uns die Kraft zurückgebracht, die beide
Gruppen für die heutige Etappe benötigen. Die Überquerung des
Gavia-Massivs steht heute für beide Gruppen auf den Tourplan.
Allerdings trennen sich auch am heutigen Tage die Routen der beiden
Gruppen bereits am Startort.
StationenBormio (1180 m) - La Prese (854 m) - Fumero (1465 m) - Rifugio La Baita (1854 m) - Passo dell`Alpe (2463 m) - Einmündung Gavia Passstrasse (2293 m) - Gaviapass (2618 m) - Ponte Legno (1258 m) Ca. 43 km bei ca. 1483 Hm
benötigtes Kartenmaterial: Kompass Karte Nr. 072 (Stilfser Joch...)
(Karte (anklicken)
ÜbernachtungstippIch kann allen Interessierten nur den Tipp geben, nicht in dem Albergho in Precasaglio zu übernachten (siehe Tourbericht weiter unten). Es gibt eine wesentlich gastfreundlichere Unterkunft in der Nähe von Ponte di Legno. Die Agrittura Bellotti. http://www.agriturismobelotti.it/agriturismo_de.htm . Die Lage dieser Agrittura findet man am schnellsten, wenn man bei Google maps folgenden Adressstring eingibt:
Diese Karte dann ausdrucken und mitnehmen
Tourbericht vom 23.7.2006
Der Gavia Pass stand am 5 Tag auf dem Programm. Und zwar für beide Gruppen. Bekanntlich führen ja viele Wege nach Rom, deshalb hatte ich auch für die Gruppe 1 eine schwerere Route gewählt. Ich fuhr mit der Gruppe 2 auf direktem Weg von Bormio aus über San Caterina hoch zur Passhöhe. Da unsere Unterkunft am Ortsende von Bormio direkt an der Strasse nach San Caterina lag, bekamen wir die Steigung bereits mit der ersten Pedalumdrehung mit. Über mehr als 25 Kilometer ging es ab dem Start mal mehr, mal weniger steil den Berg hoch. Trotzdem war das ganze recht angenehm, da die Temperaturen an diesem Tag nicht all zu hoch waren. Und als wir dann in den steileren Bereich (ab San Caterina) einbogen, bewölkte sich der Himmel auch noch und es wurde zusehends dunkler. Ein paar Kilometer unterhalb der Passhöhe erreichte uns dann letztendlich auch der Regen. Die Temperatur kühlte sich rapide ab und wanderte in den einstelligen Bereich. So blieb uns nichts anderes übrig, als neben den Gore-Jacken auch noch die Regenhosen überzuziehen. Start in Bormio (anklicken)
Die ganze 5. Etappe wäre eigentlich wenig erwähnenswert gewesen, wenn ich nicht 2..3 km unterhalb der Passhöhe an meinem Fahrrad beim pedalieren unangehm störende Vibrationen am Rahmen festgestellt hätte. Es hörte und fühlte sich an, als ob das Profil der Reifen irgendwo am Rahmen anstoßen würde. Ich blieb stehen, prüfte den freien Lauf der beiden Laufräder, konnte aber keinen Schaden erkennen. Also stieg ich wieder auf und fuhr weiter. Das Vibrieren blieb jedoch. Ein nochmaliges Stehen bleiben und Nachsehen führte aber, genauso wenig wie beim ersten mal, auf die Ursache dieser Störung. Ich entschloss mich dann, auch angesichts des Regens, die paar Kilometer bis zur Passhöhe weiterzufahren und dann eine gründlichere Analyse durchzuführen. Am Gaviapass
Nach Erreichen der Passhöhe, nach einem Cappuccino und einem Stück Kuchen war dann dieser Zeitpunkt gekommen. Und siehe da, ich konnte jetzt auch den Fehler finden. Das Radlager des hinteren Laufrades hatte sich gelockert, dass Rad selbst „eierte" bei jeder Pedalumdrehung zwischen den beiden hinteren Radstreben hin und her und dabei berührte der Mantel auch kurz die Rahmenstreben. Da hier eine Reparatur ohne Spezialwerkzeug nicht mehr möglich war, entschloss ich mich, im langsamen Tempo den Gavia in Richtung Ponte Legno hinab zu rollen, um am nächsten Tag in einem Fahrradgeschäft einen Reparaturversuch zu unternehmen. Aber bereits nach den ersten Metern gab es ein lautes Krachen im Radlager und danach pro Radumdrehung jeweils ein Knacken. Das Pedalieren ging nur noch erschwert. Also blieb mir nichts anderes übrig, als mit 15 km/h die restlichen 18 km bis zum Nachtquartier in Ponte di Legno „hinunter zu rollen". Mit einem flauen Gefühl im Bauch hörte ich bei dieser Abfahrt auf jedes noch so kleinste Geräusch aus dem Radlager. Leid taten mir meine Mitstreiter, die durch diese Panne gezwungen waren, ebenfalls in langsamer Fahrt bergab zu fahren. In Precasaglio erfuhren wir dann vom Kellner des Gasthofes, in welchem wir übernachteten, dass der nächste Radladen 200 Hm unterhalb von Ponte di Legno im Nachbarort sei. Aber auch nach Eintreffen bei unserem geplanten Übernachtungsquartier in Precasaglio waren die Probleme noch nicht zu Ende. Der Gasthof dort erwies sich im wahrsten Sinne des Wortes als „Räuberhöhle". Unsere tel. Buchung der Zimmer wurde hier bewusst „missverstanden". Statt der gebuchten Doppelzimmer + Einzelzimmer für Barbara wurde uns 2 DZ und ein 4 Bett Zimmer angeboten. Selbst als Barbaras Vater, ein geborener Italiener, per Telefon zugeschaltet war und in Italienisch die Verhandlungen mit der „Mama" des Hotels aufnahm, konnte keine Verständigung erreicht werden. Sie beharrte auf ihren 4 Bettzimmern, obwohl alle DZ des Hauses frei waren. Erst die Drohung, abzureisen, bewog „Mama", wenigstens Barbara ein eigenes DZ zu geben. Wenig empfehlenswert, dieses Albergo in Precasaglio. |
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