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Grainau - Engadin - Riva (leicht)
Beitragsinhalt
Grainau - Engadin - Riva (leicht)
2 in 1 Transalp
Etappe 1
Etappe 2
Etappe 3
Etappe 4
Etappe 5
Etappe 6
Etappe 7
Riva
Fotos der Tour

 

Etappe 4: Münstertal - Bormio

 22.7.2006


Durchs einsame Val Mora

 
Zwei weitere, absolute Highlights der diesjährigen Tour stehen heute auf dem Routenplan. Gruppe 1 wird die Bocchetta di Forcola auf einem wunderschönen, kilometerlangen Trail überwinden. Und für die Gruppe 2 steht die Durchquerung des wilden Val Moras auf dem Plan.
Ein faszinierender Aspekt des heutigen Tages ist für Gruppe 2, dass auf der kompletten Route bis kurz vor dem Etappenziel (außer der Enklave Lü mit seinen 4 Häusern) keinerlei bewohnte Ortschaften erreicht / durchfahren werden. Die komplette Route führt durch „unbewohnte“ Täler und Landschaften.
 

Stationen

S-charl (1810 m) - Pass da Costainas (2251 m) - Lü (1920 m) - Abzweig zum Val mora (1550 m) - Döss Radond (2234 m) - Lago San Giacomo (1949 m) - Lago Cancano (1884 m) - Kapelle S. Antonio (1941 m) - Premadio (1317 m) - Bormio (1180 m)

ca. 65 km bei ca. 1471 Hm

Fotos vom Tag 4  

 
 
 
map_tag_4© BEV 2007, EB 2007/02276bev_logo 
(Karte (anklicken)
 
 
 

Tourbericht vom 22.7.2006

 

Ein weiteres Highlight dieser Tour.

Einen kompletten Tag fahren, ohne durch irgendeine Ortschaft zu kommen. Auf einem schier endlosen Weg durchs Val Mora, vorbei an den Stauseen bis endlich mit Bormio der erste größere Ort erreicht wird.

Nach üppigem Frühstück fuhren wir bereits in aller Herrgott Früh hoch zum Costainas Pass. Wir waren aber nicht die ersten. Bereits vor uns hatte der Postbus Herscharen von Wanderern aus dem Tal hoch nach S-charl gebracht.

 17_-_auffahrt_zum__costainaspass

Trail zum Costainaspass (anklicken)

 

Aber nach einer halben Stunde hatten wir auch dieses Problem weit hinter uns gelassen. Wir fuhren durch Europas größten Arvenwaldbestand, dem „God Tamangur" hinauf zur Alpe Astras und weiter auf dem Trail hoch zum Costainaspass. Was für ein Unterschied zum Jahr zuvor. Mit Anneliese war ich damals im Regen den lehmigen Pfad „hoch gerutscht". Heute bei Sonnenschein war wirklich alles mit „Genuss" fahrbar. Und so war die Passhöhe schnell erreicht.

 

49_-_trail_im_val_mora

Trail durchs Val Mora (anklicken) 

 

Zwei kurze Schiebepassagen mussten wir bei der Abfahrt hinab ins Münstertal einlegen aber ansonsten gings in schneller Fahrt hinab ins Münstertal. Der Aufstieg ins Val Mora zog sich dann wieder scheinbar endlos hin. Hier machten sich sehr schnell wieder die Hitze und die Steilheit des Weges bemerkbar. Wir legten wieder unsere kurzen aber mittlerweile bei Anstiegen bewährten „100 Hm Pausen" ein und erreichten um die Mittagszeit Dös Radond, den höchsten Punkt des Val Moras.

 

 57_-_trail_val_mora

Trail durchs Val Mora (anklicken)

 

Durch eine einmalige Landschaft ging dann der Weg leicht fallend hinab in Richtung  italienischer Grenze. Immer schmäler werdend, später als  interessanter Trail an steilen Hängen entlang führend, zum Passo Mora und zu den Stauseen des Flüsschens Adda. Hier, am Lago di San Giacomo machten wir dann auch am ersten Rifugio Halt und tranken unseren ersten italienischen Capuccino. Ein herrliches Gefühl. Und als wir dann noch die unzähligen Serpentinen der Schotterpiste nach Bormio hinabfuhren, verspürte wohl jeder von uns eine innere Freude. Wir waren in Italien angekommen. Jetzt konnte uns wohl nichts mehr aufhalten. Der größte Teil der Tour und damit auch der Strapazen lag hinter uns. So oder ähnlich  wird wohl jeder von uns gedacht haben. Zumindest ich war ab diesem Zeitpunkt felsenfest überzeugt davon, unsere Gruppe bis nach Riva führen zu können.

Im vorher gebuchten Albergo Daniella trafen wir dann auch endlich wieder auf unsere Gruppe 1, die hier schon vor uns eingetroffen war. Hier erfuhren wir auch von dem schweren Sturz von Barbara vom Tag zuvor bei der Abfahrt von der Sesvenna Hütte. Aber das ist wiederum eine andere Story. Die soll Herbert in seinem Tourbericht schildern. Trotzdem sei hier nur vermerkt, dass Barbara auf meine Frage hin, ob sie wegen ihres Knies in der Gruppe 2 weiterfahren wolle,  beinah empört abgelehnt hat.

Nach geselligem Abendessen und leichtem Weingenusses gingen dann alle irgendwann zufrieden in die Betten.

 

 76_-_ausklang 
Geselliges Beisammensein im Gasthof Daniel.