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Etappe 3: Bodenalpe - S-charl / Taufers
21.7.2006
Über den Fimberpass
Heute geht es für beide Gruppen ans Limit. Die Überquerung des
Alpenhauptkammes steht auf dem Programm. Und heute wird auch die Gruppe
2 einen Teil des Weges nur schiebend / tragend und fluchend
zurücklegen. Beide Gruppen starten gemeinsam von der Bodenalpe aus
talaufwärts zum Fimberpass, der rund 800 Hm höher liegt. Den Fimberpass
kennen ja zumindest Ralf und ich schon von der 2004er Samnaun-Tour mit
Barbara und Benni. Damals hatten wir Regen und wir mussten vom
Zeblasjoch aus kommend mehr oder weniger 3 Stunden schieben. Ich hoffe
zumindest, dass das Wetter uns diesmal besser gesonnen ist.
Stationen
Bodenalpe
(1840 Hm)- Heidelberger Hütte (2264 Hm) - Fimberpass (2608 Hm) - Alp
Chöglias (2054 Hm) - Vna (1602 Hm) - Ramosch (1281 Hm) - Sur En (1121
Hm) - Scuol (1164 Hm) - S-charl (1810)
Streckenlänge: ca. 47 km bei ca. 1776 Hm
Die Königsetappe! An diesem Freitag stand die Überquerung des Alpenhauptkammes auf dem Programm. Als Hindernis galt es für beide Gruppen gleich, den Fimberpass zu überwinden. Diesen Übergang kannte ich von der Mini-Transalp 2004 noch sehr genau. Damals schoben wir unsere Räder im strömenden Regen hoch zum Pass. In diesem Jahr sagte uns die Wetterprognose, dass wiederum mit weit über 30 Grad zu rechnen sei. Also machten wir uns an diesem Tag besonders früh ans Werk. Gruppe 1 bekam wieder ihren obligatorischen Vorsprung von 5 Minuten. Fart zur Heidelberger Hütte (anklicken) Ab der Bodenalpe zieht der Weg, noch gut fahrbar aber an einigen Stellen doch sehr steil, dem Tal entlang folgend, hinauf zur Heidelberger Hütte.
Ab der Heidelberger Hütte war dann für die folgenden 300 Hm Schieben angesagt. Allerdings bei weitem nicht so schwierig, wie ich das aus dem Jahre 2004 bei Regen in Erinnerung hatte. Und so war auch relativ bald die Passhöhe erreicht. Nach kurzer Pause gings weiter. Allerdings auch hier wieder zunächst mit Schieben. Erst als der Trail langsam wieder flacher wurde, konnten einzelne Streckenabschnitt befahren werden. Und hier konnte ich dann den 2 Sturz des Tages bewundern und auch mit der Kamera festhalten.
Trail hoch zum Fimberpass (anklicken)
In einer diesen Fahrpassagen blieb Anneliese mit dem Pedal an einem Felsblock hängen und stürzte samt Rad den Abhang hinunter. Gott sei Dank gab's aber keinerlei Aufschürfungen oder sonstige Schäden. Irgendwann konnte auch Petra wieder aufs Rad steigen und in rascher Fahrt gings hinab nach Ramosch und Sur En. Ramosch war die Enttäuschung schlechthin. Hier hatten wir uns einen Bäckerladen erhofft, bei dem wir unsere Tagesvorräte auffüllen wollten. Aber im ganzen Ort gab es nichts dergleichen. Erst im Campingplatz von Sur En wurden wir fündig und machten kurz Halt. Den Aufstieg nach S-charl kannten sowohl Anneliese als auch ich von unserem letztjährigen Engadiner Bike Marathon. Deswegen gingen wir auch sehr entspannt diesen letzten Anstieg des heutigen Tages an. Von Scuol ab galt es zwar immerhin noch rund 700 Hm zu überwinden, allerdings wussten wir, dass die Strecke gut fahrbar und nie sehr steil hoch ins Tal führt. Lediglich der Gewitterregen, der uns kurz vor S-charl erwischte, wäre an diesem Abend nicht mehr notwendig gewesen. Leicht durchnässt kamen wir deshalb beim Gasthof Crusch Alba an und bezogen unser Nachtquartier. Diesmal ein Touristenlager in einem 8 Personen Zimmer. Äußerst grenzwertig das Ganze. Abstieg im oberen Teil des Fimberpasses (anklicken)
Das absolute Highlight im Crusch Alba war jedoch das Abendessen. Ein exzellentes, 4 gängiges Menü von absoluter Spitzenqualität, machte die Einschränkungen beim Matratzenlager fast wieder wett. An diesem Tag bekamen wir aufgrund der schlechten Empfangslage in S-charl keinen Kontakt zur Gruppe 1, die an diesem Abend in Taufers ihr Nachtquartier beziehen sollte. Schwierigkeiten
Strecke
zum Fimberpass bis Heidelberger Hütte fahrbar. Danach zum Pass
Schiebestrecke (350 Hm). Abfahrt ab Pass zunächst techn. sehr
schwierig. Immer wieder kurze Schiebestrecken im oberen Teil. Ab Alpe
Chöglias (nach Überschreiten der Brücke) guter Forstweg. Die Auffahrt nach S-charl ist ohne techn. Schwierigkeiten.
Achtung: diesmal übernachten die beiden Gruppen an unterschiedlichen Zielorten
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