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| Achensee - Dolomiten - Riva (harte Tour) |
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Tag 4: Pralongia - Sellajochhaus
Gruppe 1:
Rifugio Pralongia (2109 m) - Passo Incisa (1928 m) - Cherz (1667 m) - Arabba (1602 m) - Abzweig Schotterweg Porta Vescovo (1979 m) - Porta Vescovo (2532 m) - Bindelweg - Sellajoch - Sellajochhaus
Streckenlänge ca. 50 km bei ca. 2000 hm
Karte Tag 3 (anklicken)
Tagesbericht Gruppe 1Halbzeit! Heute stand unser „Ruhetag" an - wenig Kilometer und wenige Höhenmeter. Die Abfahrt von der Pralongia war grenzwertig! Man konnte die Geschwindigkeit nur mit Mühen „wegbremsen", dazu war der Schotter noch teilweise recht weich. Dann führte unser Weg ins Tal vor dem Pordoi-Joch.
Frühmorgens auf der Pralongia (anklicken)
In Arabba kauften die anderen erst mal ein. Dieter und Herbert mussten überrascht feststellen, dass ich den Preis für eine kleine Tube Sonnencreme in Italien mit 10 Euro sogar noch zu niedrig angesetzt hatte. Den Abzweig zur Porta Vescovo fand man sehr leicht. Nach einer verdienten Pause kam nun ein brutaler Anstieg von 500 Hm. Der Weg hatte fast permanent 15% und viel weichen Schotter zu bieten. Am Schluss kam noch eine brutal steile Rampe, die alle zum Schieben zwang. Aber die Aussicht von dort oben konnte sich wirklich sehen lassen! Hinter uns war der Marmolada-Gletscher, links von uns das Pordoi-Joch und direkt vor uns die zurückgelegte Strecke der letzten Tage - man konnte bis zu den am Horizont gelegenen, schneebedeckten Zillertaler Alpen sehen.
Bindelweg (anklicken)
Den nun folgenden Bindelweg empfanden die anderen beiden wie ich: fahrtechnisch eigentlich ganz einfach, wenn da nicht eine große Einschränkung gewesen wäre: man musste wegen des schmalen Pfades absolut schwindelfrei sein, damit man dort fahren konnte, da es gleich daneben mit gut 45 Grad bergab ging. Die wenigen Wanderer hier hopsten in aller Regel schon frühzeitig beiseite wenn wir anrollerten. Am Rifugio Federola machten wir Pause. Auf dem nun folgenden breiteren Fahrweg bot ich dann einem Japaner anscheinend ein perfektes Foto-Motiv nach dem Motto: „Guck mal was da für ein Spinner entlang fährt!". Am Belvedere entschieden wir uns zur direkten Abfahrt runter und ließen das Pordoi Joch aus. Wir fanden eine präparierte MTB-Downhill-Strecke vor. Wir versuchten diese auch eine Weile zu fahren. Dieter und mir machte das aber keinen Spaß, wir wählten die Schotterpiste. Herbert gab es sich mal wieder „hart und schmutzig" - er musste natürlich mit seinem Hardtail die Downhill-Strecke runterhoppeln. Der Rest fand auf Teer statt. Die Abfahrt bis zum Abzweig zum Sellajoch konnte man einfach mal genießen.
Dieter am Bindelweg (anklicken)
Am Abzweig unten trafen wir dann zufällig auf die pausierende Gruppe 2. Die Auffahrt zum Sellajoch auf Teer hatte heute auch etwas Besonderes. Es war ein Oldtimer-Rennen in unserer Fahrtrichtung im Gange. Zum einen bretterten und knatterten so manche alte Schönheiten an einem vorbei, leider verbreiteten die aber auch einen bestialischen Gestank. Nach Auskunft von Manfred waren wir im Sellajochhaus, leicht unterhalb des Jochs untergebracht. In meiner Erinnerung stand dort ein reichlich runtergekommener Bau. Ich zog die Strecke flott durch und war schon kurz nach 14 Uhr angekommen. Der Chef war ein schmuddeliger, unsympathischer Typ. Immerhin war das Sellajoch die einzige Unterkunft, bei der wir eine Anzahlung leisten mussten. Der Grund war gleich gefunden: Ohne Anzahlung wären wir gleich wieder rückwärts raus! Es war eine echte Absteige. Die Zimmer hatten Museums-Charakter mit Knast-Charme. Die Schlösser waren sogenannte Kassettenschlösser von anno Tobak, die Türen schlossen nicht dicht, es waren nur zwei Toiletten für einen ganzen Gang vorhanden. Als Krönung war die Dusche verschlossen. Den Schlüssel bekam ich mit der Auflage in die Hand, dass der Schlüssel nach Benutzung sofort zurück müsse. Wozu dieses „Loch" allerdings überhaupt verschlossen war, war mir unklar. Kein elektrisches Licht, der ganze Raum vielleicht 1,5 qm. Aus dem Hahn kam erst am Ende etwas laues Wasser. Man soll aber auch positives berichten: die Betten waren so weit sauber, man schlief ordentlich drin und auch das Essen im Sellajochhaus war okay. Der „Sonderpreis" von nur 48 Euro (statt 54) war meines Erachtens um 50-80% zu hoch. Keine Empfehlung!!
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