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| Achensee - Dolomiten - Riva (harte Tour) |
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Tag 3: St. Vigil - Hotel Pralongia
Gruppe 1:
St. Vigil (1193 m) - Ritjoch (1863 m) – Alt Wengen (1516 m) – Heilig Kreuz Hospitz (2045 m) – St. Kasian (1541 m) – Pralongia (2109 m)
Streckenlänge ca. 37 km bei ca. 2074 hm
Karte Tag 3 (anklicken) Tagesbericht Gruppe 1
Heute war uns beim Aufbruch erstmals die Sonne sofort hold. Wir trennten uns gleich an der Unterkunft. Meine Gruppe 1 musste zuerst nach St Vigil, um von dort den Aufstieg zum Grat „Ju de Rit" zu suchen. In St Vigil stürzten die anderen beiden sogleich zum Semmel einkaufen in einen Laden. Der Aufstieg war schnell gefunden, dann „durften" wir uns auf einem recht steilen Schotterweg mit 10%-15% hoch arbeiten. Mir war das recht, so gewann man schnell Höhe. Allerdings hätte es zwischenzeitlich nicht die Rampe mit dem Spitzenwert von 38% Steigung gebraucht. Vom „Ju de Rit" konnte man erstmals den Ausblick Richtung Heilig-Kreuzkofel und Marmolada genießen. Die Wege dort hin waren fast komplett Fahrwege, nur zur Schutzhütte führte lediglich ein kurzer, schmaler Trail.
Trail am Kreuzkofel (anklicken)
An diesem Punkt gönnten wir uns eine ordentliche Pause mit einem Radler. Vom Heilig-Kreuzkofel führte nun ein absolut genialer Trail Richtung Wengental. Der Trail war mittelmäßig steil, mit vielen Wurzeln durchsetzt und nur mäßig mit Geröll, Schotter und Steinen durchsetzt. Das war ganz meine Kragenweite und so hängte ich erstmals die beiden anderen bergab ab, was Herbert mit der „Drohung" quittierte: "Wir gehen mal zusammen Ski fahren!". Herbert hatte auf diesem Weg aber wegen seines Hardtails eh keine Chance. Dieter stellte nun endgültig fest, dass ich im Vergleich zum vorletzten Jahr nochmals stärker wurde, insbesondere bergab deutlich besser fuhr. Ich denke ich bekam heute auch von Herbert einen neuen Spitznamen zu „Lance Armstrong" und „Nähmaschine": „Brennstoffzelle". Unter tags nahm ich ja kaum Nahrung auf, trank fast nur Wasser und lieferte trotzdem kontinuierlich Leistung - das erinnerte Herbert sehr an eine Brennstoffzelle.
Panorama oberhalb von St. Kassian (anklicken)
Am Ende des Trails fand sich keiner von uns bereit nun wieder 90 Hm nach oben zu kurbeln, um direkter nach St Kassian zu kommen. So fuhren wir auf Teer bergab und mussten dann später auf Teer wieder entsprechend diese Höhenmeter hoch. Das erschien aber jedem als das kleinere Übel. Zur besten Kaffeezeit zog es uns in St Kassian nun fast magisch in ein Cafe. Danach kam der letzte Anstieg heute auf Schotter zur Pralongia-Hütte. Ich traf nach einiger Zeit auf die Gruppe 2, die sich ebenfalls gerade eben hoch quälte. Bis meine Mitfahrer ankamen, fuhren die aber schon wieder ab. Ich gab den beiden dann kund, dass „wir noch 90 Sekunden hinter den anderen liegen". Den Grund für die präzise Angabe blieb den beiden erst mal schleierhaft. Nicht viel später zog ich an der Gruppe 2 vorbei und handelte mir prompt die Nachfrage nach der Anzahl meiner Gänge am Rad ein. Die Pralongia-Hütte kann ebenfalls nur empfohlen werden. Sie wurde in den Zimmern fast komplett renoviert und verfügt über (leider nur) 7 wunderschöne Designer-Zimmer. Auch das Essen und der Preis waren absolut okay.
Ankunft auf der Pralongia (anklicken)
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