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| Achensee - Dolomiten - Riva (harte Tour) |
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Tag 2: Ghf. Breitlahner - St. Vigil
Ghs Breitlahner (1259 m) - Pfitscherjoch (2245 m) - Sterzing (948 m) - Franzensfeste (747) - Aicha (810 m) - Mühlenbach (775 m) - St. Lorenzen (845 m)- St. Vigil (1193 m) Alternativ, schöner und kürzer ab Fussendrass übers Pfunderer Joch nach Niedervintl
Karte Tag 2 (anklicken)
Tagesbericht Gruppe 1
Am Frühstückstisch hielt Manfred uns allen einen großen Vortrag über das Wesen einer TransAlp: man musste unbedingt selbst den Alpenhauptkamm überqueren und man würde auf Hilfsmittel wie Züge wirklich nur im letzten Moment zurückgreifen, wenn man z.B. in die Nacht hinein fuhr. Die Wetterprognose, dass es zumindest noch bis Mittag nass werden könnte, gefiel uns gar nicht. Bei nur 12 Grad kurbelten wir uns in Richtung Schlegeisspeicher. Der Weg führt durch zwei Tunnel auf einer kleinen Mautstrasse.
Trail zum Pfitscherjoch (anklicken)
Ab dem Schlegeisspeicher sahen wir erstmals die Sonne durch die Wolken. Eine Wohltat für unsere Seelen. Ab dem Speichersee kam erst ein guter Fahrweg, der dann aber schnell schlechter wurde. Manfred hatte noch in Erinnerung, dass dieser „fast komplett fahrbar" sei - wie doch in Erinnerung so manches verklärt wird?! Recht bald mussten wir auf unsere Füße zurückgreifen um Kraft zu sparen. Naturgemäß machte das unserem Spitzenläufer Herbert gar nichts aus - der hatte immer ein seeliges Lächeln auf den Lippen, wenn er laufen und schieben durfte. Die letzten beiden Fahrwegrampen zum Pfitscher Joch konnte man mit Ach und Krach zur Hälfte fahren. Nach der verdienten Pause oben an der Grenze machten wir uns an die Abfahrt. Hinter uns ließen wir ab nun die dicken Wolken der Alpennordseite, vor uns lag die italienische Sonne. Hier erntete ich das erste Lob von Dieter, dass ich bergab deutlich (technisch) „zugelegt" habe. Auf Teer im Pfitschertal rollerten mir die beiden aber (auch wegen meiner leicht schleifenden Bremse) locker davon.
Abfahrt ins Pfitscher Tal (anklicken)
Am Abzweig zum Pfunderer Joch klingelte Herbert ganz aufgeregt und hatte schon Angst, ich würde einfach daran vorbeifahren. Meine Einschätzung mit der Höhe des Abzweiges erwies sich als richtig. Dieter und ich stimmten klar gegen die Überquerung: die Schneehöhe lag bei ca. 2200 Hm, das Joch lag auf 2700 Hm. Auf eine Schneewanderung hatte ich wirklich keine Lust. Auch Herbert sah eigentlich ein, dass die Einsparung von 15 km Strecke die zusätzlichen 500 Hm nicht aufwiegen konnte. So rollerten wir bis nach Sterzing bergab. Dort mussten wir ein wenig den Radweg nach Süden suchen. Dieser zog sich am Hang des Tales entlang, eigentlich schön gelegen, wenn er nicht dauernd bergauf und bergab gegangen wäre. So wurde dieser zum Krafträuber. Bei der Franzensfeste zeigte mein Garmin glasklar auf wenige Meter die Unterquerung der Autobahn an, da sich dort aber kein Schild befand, wollten die beiden anderen weiter nach Süden, weiter bergab, fahren. Wozu war ich eigentlich Tourguide, wenn sich eh keiner drum scherte??? Erst nach etlichen Kilometern konnten wir wieder unter der Autobahn durch und hatten dadurch einen ordentlichen Umweg. Nach dem Abzweigen ins Pustertal fand ich als erstes wieder ein Schild zum Radweg. Die anderen brauchten aber eine Extra-Einladung, damit sie diesen endlich wahrnahmen.
Blick auf St. Vigil (anklicken)
In Mühlbach machten wir dann erst mal eine Pause in der wunderschön renovierten Altstadt. Dann ging's auf dem Radweg durch's Pustertal. Hätten wir nicht so viele Kilometer radeln müssen, dann hätte man das vielleicht sogar genießen können. Wir rechneten schon durch, wann die Gruppe 2 wohl in St Vigil ankommen würde. Bei der Michelsburg ging es auf einem kleinen Teersträßchen hinter nach St Vigil. Nach 100 km Strecke waren das nun nochmals 500 Hm. In St Vigil fuhr ich schnurstracks nach hinten durch, da ich wusste, dass die Unterkunft hinter der Ortschaft war. Als wir schon gut zwei Kilometer hinter St Vigil waren und auf einem kleinen Weg wieder bergan strampelten, drückte Dieter das mit seinem „jetzt könnt ihr mich aber gleich mal" am prägnantesten aus. Herbert und ich waren auch nicht überzeugt, wir fuhren kurz zurück und fragten bei den vorbeikommenden Carabinieri. Diese bestätigten aber glatt diese Einöde! Um 18:30 Uhr kamen wir völlig fertig an. Bei der Rezeption wartete aber die Überraschung des Tages. Die Dame meinte doch glatt, dass wir „nun komplett seien". Das konnte ja nicht sein. Niemals konnten Manfred und Anneliese uns auf der Strecke geschlagen haben! Oder doch? Das wäre eine Blamage! Die Dame an der Rezeption zeigte uns zum Beweis die (nun) fünf Ausweise der anderen. Tatsache! Uns war aber auch gleich klar, dass die anderen „gemogelt" hatten. Wie war das noch heute Morgen, dass man nur in absoluten Notfällen in Züge o.ä. steigt? Wir waren etwas säuerlich und beschlossen, den anderen die Geschichte zu erzählen, wir hätten das Pfunderer Joch überquert. Wir sprachen unsere dann gefahrenen Kilometer und Höhenmeter ab und kamen damit tatsächlich am Abend durch. Keinem fielen kleine Unstimmigkeiten auf. Nicht mal die fehlenden Fotos irritierten.
Ausblick vom Le dla Creda (anklicken)
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