Der folgende Bericht stammt von Ralf, der die Tour am 26.8.2007 gefahren ist.

Die Tour entspricht der Tour 42 aus dem Moser Nummer 6. Sie ist mit 64 km und über 2200 Hm eher für konditionsstarke Radler geeignet. Technische Schwierigkeiten erwarten einen auf der ganzen Tour nicht. Die Tour führt niemals höher als auf 1400 Hm, eignet sich also auch für das späte Frühjahr oder den Herbst.
Start- und Endpunkt ist Immenstadt.
Man findet die Ortsausfahrt sehr einfach und dann auf einer kleinen Teerstrasse schnell über Altmummen nach Gunzesried. Bis dort hin muss man sich aber über einen „kleinen“ 300-Hm-Hügel bei mittleren Steigungen hochkurbeln.
Ab Gunzesried kommt eine lange Genussstrecke ins Tal hinein. Dieser Teil ist mir Abstand der schönste Teil der gesamten Tour. Eine kleine Teerstrasse windet sich im Tal zuerst fast ohne Steigung entlang. Im hinteren Bereich ist diese mit einer Maut für Autos belegt, was den Verkehr stark begrenzt. Nach 13 km Fahrtstrecke kommt’s dann aber dicke: der Anstieg bleibt immer auf Teer, wird aber mit permanent 10-15% reichlich schweißtreibend.
Am Scheidwandpass kommt man dann auf einen schottrigen und welligen Forstweg,
welcher aber viel Fahrspaß bietet. Ich lieferte mir dort ein kleines Wettrennen mit einem anderen Mountainbiker.
Am Pass geht es dann großteils auf (schlechtem) Teer etwas flacher bergab bis man fast die kompletten erstrampelten Höhenmeter wieder verloren hat. Bei Hittisau endet die Nagelfluhkette, die man dort am westlichsten Punkt umrundet.
Um die Ecke lauert dann auch der zweite Anstieg, welcher wieder auf Teer geschehen kann. Dort bietet der Moser aber Alternativen zum Hochhädrich hinauf an. Auch dieser Anstieg geht mit 10% recht flott bergan. Hier sind 500 Hm zu bewältigen.
Nach dem Anstieg geht es mit einigen Zwischenanstiegen fast 10 km auf über 1100 Hm entlang. Am Imberghaus kommt aus dem Tal die Hochhädrichbahn, was zu hier zu deutlich mehr Wanderern führt. Zu allem Unglück sind ab hier etliche Wege für Mountainbiker gesperrt – so auch die im Moser beschriebene Strecke zur Alpe Remmelegg. Ich nahm deswegen einen anderen Weg auf der Nordseite runter zum Parkplatz der Seilbahn. Auch hier fanden sich viele Wanderer, was keinen Fahrspaß aufkommen ließ. Angeblich fuhr ich ebenfalls auf einem gesperrten Weg, konnte aber wirklich nirgends ein Schild sehen.
Aus dem Tal heraus fährt man ab hier nach Osten und fährt auf einer immer schmäler werdenden Teerstrasse Richtung Immenstadt zurück. Später wird ein echter Radweg aus der Strasse und es beginnt der dritte Anstieg. Der Radweg wird zwischenzeitlich richtig gemein steil (kurzzeitig 25%!) und zieht sich gefühlt unendlich in die Länge. Erst recht spät geht es dann auf Schotter über. Dieser letzte Berg kostet unheimlich Kraft. Nach den vielen Kilometern und den mittlerweile 2000 Hm in den Beinen ist der dritte Anstieg ein echte Quälerei. Die Hochebene um die Mittelalpe entschädigt dann aber mit einem grandiosen Rückblick mit der umrundeten Nagelfluhkette.
Die Abfahrt von der Mittelalpe geschieht auf einem sehr gutem Schotterweg bis nach
Immenstadt runter.